Montag, 14. November 2011

1. Trainingswoche 07.11.11 – 13.11.11


Ich habe mir schon vor geraumer Zeit die Trainingspläne von Constanze, Rainer und Walter auf www.laufreport.de angeschaut. Da es meine erste Teilnahme in Biel ist, habe ich mir auch als erklärtes Ziel „ANKOMMEN“ gesetzt. Gemessen an einer realistischen Marathonzeit habe ich mich in deren Trainingsplänen irgendwo zwischen 11 und 12 Stunden wiedergefunden. Darauf aufbauend habe ich mir einen Plan für 31 Wochen Vorbereitungszeit gesteckt. Die erste Woche liegt nun bereits hinter mir. Zum Training gehörten 3 Laufeinheiten kombiniert mit 2 Radfahrten zur Arbeit. Kaltes aber trockenes Wetter ermöglichten mir einen schönen Start auf dem Weg nach Biel.



Vielen Dank an Constanze, Rainer und Walter für Ihre Arbeit !!!

Carpe Noctem – „Genieße / Nutze die Nacht“


Nach dem Marathon in Berlin habe ich mein Training in einem reduzierten Umfang fortgesetzt. Auch die Fahrten mit dem Rad zur Arbeit habe ich als Alternative wieder in meinen Trainingsplan aufgenommen. Biel 2012 nimmt langsam Konturen an. Ich muss zugeben, auch die ersten leichten Zweifel haben sich eingestellt. Daher habe ich auch wieder begonnen, die Erfahrungen anderer Biel-Läufer/innen zu lesn. Dabei bin ich auch auf die Seite von „Heiko – Der Schlussläufer“ http://www.schlusslaeufer.de/ gestoßen. Die lateinische Redewendung „Carpe Diem“ ist ja hinreichend bekannt und steht als Synonym dafür, die einem geschenkte Zeit zu genießen und nicht sinnlos zu vertun. Parallel dazu habe ich auf seinem Biel-T-Shirt die Aussage „Carpe Noctem“ gelesen.
Nutze die Nacht.“ – Diese Redewendung gesellte sich im Laufe der Zeit zu der erstgenannten und doch bekannteren hinzu. Hierbei wurden oft die Berufe der Müller, Bäcker und Bauern angesprochen deren Arbeitsbeginn meist schon in den sehr frühen Morgenstunden beginnt.


Als Teilnehmer in Biel verschlägt es die Läufer tatsächlich in die Schaffenszeit der Berufstätigen, die ihrem Job zu einer Uhrzeit nachgehen, in der die allermeisten Menschen schlafen. 
Die Bieler-Nacht sorgt nun dazu, dass knapp 1500 Läufer/innen für einen kurzen Moment ebenfalls mit dazugehören. 

„Carpe Noctem“ ... genau das sollte man in der Nacht von 8. Zum 9.Juni 2011 tun. „Nutzen“ und in einem viel größeren Maße auch „genießen“. Diese Teilnahme sprengt die Vorstellungskraft fast aller Menschen. „Bist du dir sicher?“ „Ob das gut geht...“ „Hast du dir das wirklich gründlich überlegt...“ „Ich könnte das ja überhaupt nicht.“ „Siehst du denn da auch genug?“ „Ist Marathon denn nicht schon lang genug?“.... „100km musst du komplett an einem Stück laufen?“ „Warum denn auch noch in der Nacht laufen?“ ... Diese Motivationshilfen reißen nicht ab und man muss schon ein wenig aufpassen, sich diese nicht zu eigen zu machen. Zwar wischt man diese Zweifel und Unsicherheiten anfangs noch locker vom Tisch, aber sind es nicht genau die Aussagen, die einem, wenn man ehrlich ist, nicht auch sofort einfallen, wenn man an diese Laufveranstaltung in der Schweiz denkt. Mir geht es momentan tatsächlich so.
 
Also .... „Carpe Noctem“ .... und mit dem absolvierten Training die Grundlage für eine positive Grundstimmung aufbauen.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Berlin ist Vergangenheit – Nach dem Lauf ist vor dem Lauf


Bei strahlendem Sonnenschein sind wir am 25.09.2011 unseren 1.Berlin-Marathon gelaufen. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis. Wir haben unseren Lauf durch die Stadt, unterstützt von einem fantastischen Publikum wirklich genossen. Auch wenn bereits viele Passagen unterwegs für Gänsehautfeeling sorgten, so haben die letzten Meter „Unter den Linden – Brandenburger Tor“ eine ganz besondere Wirkung auf alle Läufer. Alle Strapazen, alle Probleme unterwegs sind schlagartig vergessen, wenn man diese besonders geschichtsträchtigen Meter Richtung Ziel läuft. 
 

Im Ziel angekommen begrüßte uns der Hauptsponser mit einer ganz besonderen Motivationsspritze:

Zurück zum Start:

Nach dem Startschuss um 9:00Uhr war die Spannung in unserem Startblock noch recht gelassen. Das sollte sich erst 20 Minuten später ändern.

Auch unterwegs, bei Kilometer 5 - 6, sorgte "BMW" weiterhin für gute Laune:

Auch wenn wir uns nicht immer als solche gefühlt haben, so war jedoch der Sponser "Erdinger" immer der felsenfesten Überzeugung:

Unsere persönliche Zielzeit war zwar nicht weltrekordverdächtig, aber geftreut haben wir uns auch über die eine Minute, die wir uns verbessert haben.
 
Sofort nach dem Zieleinlauf  haben wir unsere Speicher mit einem alkoholfreien Erdinger und einigen Becher 
PowerBar aufgefüllt.

Belohnt haben wir uns mit einer anschließenden Urlaubswoche in Berlin. Darin inbegriffen war natürlich auch eine radikale Wende in der Auswahl der Getränke und Gerichte. Aber das hatten wir uns nach den letzten Vorbereitungswochen wirklich verdient, auch ungeachtet der Aufgaben die in naher Zukunft noch vor mir liegen.

Montag, 19. September 2011

Jetzt ist "Tapering" angesagt


 

Auch wenn wir nicht zu der Läufergruppe zählen, deren Hauptaugenmerk darin besteht eine Marathonzeit von 3 – 4 Std. zu erzielen, so haben wir als Team bisher doch versucht, unsere gemeinsame Zielzeit vor Augen, den Trainingsplan weitestgehend einzuhalten. Damit sich der Körper jetzt erholen kann muss in dieser letzten Woche auch der Trainingsumfang reduziert werden. Diese Reduktion vor einer großen Ausdauerbelastung wird mit Begriff „Tapering“ (Reduktion) beschrieben. Mit bewusster Erholung und kleinen gezielten Trainingsreizen soll der Körper optimal auf die Wettkampfbelastung vorbereitet werden. Sonntag Vormittag, kurz vor dem großen Regen, haben wir unseren letzten längeren Lauf von 20km absolviert. Vor unserer Zugfahrt nach Berlin steht nur noch ein 10km auf dem Plan. In Berlin angekommen werden wir noch zwei lockere Einheiten im Tiergarten laufen. Im Vergleich zu den zurückliegenden Wochen entspricht dies schon einer gezielten Reduktion des Trainingsumfanges. 

25.09.2011... der große Tag rückt immer näher. Wir freuen uns ...
 

Freitag, 16. September 2011

Berlin Marathon 2011 - Der Countdown läuft: 10 – 9 - ....

.... noch 8 Tage und der Rest von heute. Die letzte intensive Vorbereitungswoche liegt fast hinter uns. Denn am Sonntag steht nochmals ein 20km Lauf auf dem Plan. Wir haben uns diese Woche getrennt auf unseren gemeinsamen Marathon in Berlin vorbereitet. Am Dienstag war eigentlich ein 17km Lauf (incl. 3 x 4000m in jeweils 6:20 min/km) vorgesehen. Spontan habe ich mich stattdessen für einen zügig gelaufenen Halbmarathon im Wald entschieden. Um 18:10Uhr abends gestartet, bot sich mir immer wieder ein stimmungsvoller Wechsel von Sonne und Schatten mit stets zunehmender Dunkelheit. Ich bin an diesem Abend kaum anderen Läufern oder Spaziergängern begegnet. Lediglich die große Anzahl geländetauglicher Jägerfahrzeuge im Wald lies bei mir ab und an ein etwas mulmiges Gefühl aufkommen, doch mal einen bewaffneten Zwei- und/oder Vierbeiner in die Quere zu geraten. Die Strecke führte mich zum Landeskroner Weiher und über den bereits beschriebenen Wilnsdorfer Bergmannspfad. 

Am Ende des Laufes drückte ich die Stoppuhr bei einer Gesamtzeit von 1:56:36 Std. Dies entspricht einer Durchschnitts-Pace von 5:30 min/km. Für eine Waldstrecke, gespickt mit Teer-, Trail-, steilen Bergauf- und Bergabpassagen bin ich mit dieser Zeit sehr zufrieden. Es hat mir richtig Spaß gemacht, die stark profilierte Strecke mit immer unterschiedlichen, der Geländeform angepassten Geschwindigkeiten zu laufen. Die langen Vorbereitungsläufe für Biel,  die in naher Zukunft beginnen werden, rufen jedoch nach einer defensiveren Gangart.Aber zwischendurch gehören auch solche Läufe ins Programm.

Bei diesem Lauf habe ich mich wieder auf die Flüssigkeitsversorgung durch meinen Salomon Laufrucksack „Salomon XT Advanced Skin 5 SLab Set“ verlassen können. Es ist ein Genuss mit ihm unterwegs zu sein. Auf einen leider doch sehr früh festgestellten Qualitätsmangel möchte ich an einer anderen Stelle näher eingehen.

Wald-Halbmarathonstrecke:

Höhenprofil:
Kilometer-Zeiten:


Dienstag, 6. September 2011

Der letzte lange Lauf (vor „Berlin“) ...





(...nur die Läufe jenseits der 20km-Distanz sind wirklich "lang" !)

Am kommenden Wochenende erwartet uns der letzte lange Vorbereitungslauf. 32 Kilometer. Damit wären wir auf der Marathonstrecke in Berlin schon auf der Höhe des „Fehrbelliner Platzes“ angekommen. Von dort sind es dann „nur“ noch 10km bis zum Ziel, kurz hinter dem Brandenburger Tor. Wir laufen unsere langen Läufe weiterhin über den Radweg in Si-Eiserfeld beginnend, über Si-Weidenau, Si-Geisweid bis nach Kreuztal und auf der gleichen Strecke wieder zurück bis zum Startpunkt. Zum Glück können wir alle anderen Trainingseinheiten auf Waldboden, direkt vor unserer Haustüre beginnend, zurücklegen. Allen profilierten Streckenpassagen zum Trotz, bieten sich dort wesentlich abwechslungsreichere Trainingsmöglichkeiten. Aber die langen Teerläufe dürfen nicht fehlen und leisten ihren notwendigen, sehr wichtigen Dienst. Noch 2 Wochen und 5 Tage, dann ist es soweit. Die Spannung steigt, endlich mit weiteren 39.998 Starter/innen auf die Strecke geschickt zu werden. 


Übrigens, bis zu den „Bieler Lauftagen 2012“ sind es auch nur noch 276 Tage ...     :-)