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Freitag, 31. Januar 2014

Zu schnell oder zu viel ?

Oder trifft sogar beides zu? Wenn schon denn schon, denn schließlich hat man ja etwas ganz Großes vor. Denn am Fr 13.06.2014 wartet der Saisonhöhepunkt auf die letzten verbliebenen  Helden der nationalen und internationalen Laufszene: "Biel 2014 - 100km". Jetzt darf man nichts mehr dem Zufall überlassen. Daher muss das Training mit einem angemessenen Anteil "Quantität" und "Qualität" angereichert werden. Übrigens, im voraussichtlichen Teilnehmerfeld gibt es inzwischen schon einige leicht bis schwer Verletzte. Ok ok, so weit ich informiert bin, sind es aber immerhin schon zwei Läufer, die ihre wertvollste Ressource in den letzten Wochen recht verantwortungslos und weit über die Schmerzgrenze hinaus ausgebeutet haben. 

Dabei hatten wir doch alle wichtigen Argumente auf unserer Seite:
1. Wir kennen uns im defensiven Laufsport (ein wenig) aus. (WE ARE NOT JOGGERS!!!)
2. Wir haben bereits auf verschiedenen Distanzen (ein wenig) Erfahrung gesammelt.
3. Wir haben (meistens) ein uneingeschränkt positives Umfeld.
4. Wir haben die nötige Willenskraft.
5. Wir besitzen einen riesigen Haufen Laufbücher, Laufzeitschriften und Event-DVD's aus denen wir täglich immer wieder neue Ratschläge herauskitzeln.
5. Und: Wir haben haben einen Plan. Aber nicht nur das, denn wir haben einen (1x!!!) erprobten Plan.

Aber irgendwie prallen in diesem Jahr "Plan" und "Körper" unkontrolliert und heftig gegeneinander. Das über Jahre hinweg bewährte harmonische Miteinander ist Schnee von gestern. In einem Teilchenbeschleuniger kann es nicht weniger rabiat zugehen. Diese Beiden sind zu unerbittlichen Kontrahenten geworden. Sie haben sich nicht mehr lieb. Von Achtung, Respekt, Rücksicht und Empathie ist weit und breit keine Spur (mehr). 
(Die Synonymie, Sinnverwandschaft, Gleichnamigkeit dieser Wörter wurde vom Autor ganz bewusst eingesetzt, um die enorme Tragweite dieser Problematik zu unterstreichen.) 

Denn  genau hier erlangt das Gegenspielerprinzip eine überlebenswichtige Bedeutung. "Der Antagonist muss sich im Gleichklang zum Agonisten bewegen." Zu weit hergeholt? Ich finde den Vergleich absolut zutreffend, denn genau diese sonst entstehenden Dysbalancen sind auf allen Ebenen unseres Lebens äußerst schädlich.

Dann jedoch, wie aus dem Nichts passiert das Unfassbare. Mitten in die Spirale aus Jammern und noch mehr Jammern platzt die nicht mehr für möglich gehaltene Rettung. Es ist verrückt, aber genau zu diesem Thema hat Martin Grüning, der jetzige Chefredakteur  von "RUNNER'S WORLD", in der Januar-Ausgabe 2014 einen höchst interessanten Artikel geschrieben. Den muss ich damals beim ersten Durchblättern wohl komplett überlesen haben. Scheinbar konnte und wollte ich mit dem Thema, der Überschrift, so rein gar nichts anfangen:
 "Zu schnell oder zu viel" 

 ... Wahnsinn ;-) Aber genau hier lauert die Antwort auf unsere Frage. Da haben zwei erfahrene Läufer in der Altersklasse U/Ü 50 über Wochen hinweg ein schier unlösbares Problem und einer der besten deutschen Langstreckenläufer (Houston 1990 42,195km - 2:13:30h, Biel 2011 100km - 8:32:52h) hat zur rechten Zeit die passende Erklärung parat: 

"Eine zu hohe Trainingsintensität ist der wahre Grund 
für die meisten Laufverletzungen."

Vorweggenommenes Fazit:
Das ist die letzte, die wohl allerletzte Warnung in Richtung "Saarbrücken" und ins "Siegerland". 

Wir haben noch Zeit, aber wir sollten spätestens jetzt auf die mahnenden Signale unseres Körpers hören und sie uneingeschränkt ernst nehmen. 
Es ist ja zum Glück noch nichts verloren. (...Danke fürs Mut machen...)

Martin Grüning:
 
 
 
 
Quelle: "RUNNER'S WORLD"
Damit wir Läufer immer über diese und andere wertvolle Tipps informiert ist, sollten wir "auf dem Laufenden bleiben".

P.S.: 
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein verschlepptes, nicht ausreichend beachtetes Problem ( siehe "weiße 3 auf rotem Grund"), in seiner hinterlistigen Art und Weise durchaus in der Lage ist das nächste Gelenk zu entern. Also: Obacht geben !!!

Mittwoch, 29. Januar 2014

Das "Imperium" schlägt zurück

Viele Tropfen höhlen den Stein...

Die Kombination der nachfolgenden (Anfänger-)Fehler haben bei mir zu einer Überlastung meines Knies geführt. 

1. Lang anhaltende Probleme an meiner linken Achillesferse haben dauerhaft zu einer unbewussten Schonhaltung geführt, die das rechte Bein auffangen musste.

2. Die vermehrte Nutzung von Trail-Running Schuhen, mit weniger Dämpfung, sorgten zu schnell für eine deutliche Mehrarbeit meiner körpereigenen Stoßdämpfer.

3. Zu viele, zu schnelle Einheiten sorgten bei meinen Gelenken für zusätzliche Arbeit.

4. Die vielen Lauftage ohne eine ausreichende Regeneration taten ihr Übriges.

5. Vernachlässigung der nötigen Muskel- und Sehnenpflege durch Dehn- und Kräftigungsübungen.

6. Die muskulären Dysbalancen entstanden dadurch von ganz alleine.

Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen...

Letzte Woche wurde es meinem rechten Knie dann doch zu bunt. An der Innenseite meines rechten Knies schrillten alle Alarmglocken auf. Das konnte selbst ich nicht mehr überhören.

Die dort ansässigen Sehnenansätze wollten der von mir eingeforderten Belastung nicht länger folgen. Ich gab ihnen zu wenig Zeit, sich auf meinen Plan einzustellen.
Leichte Schmerzen unterhalb des Gelenkspaltes stellten sich bei Dreh-, Rotationsbewegungen und Belastungen ein. Sch....

Jeder einzelne Schritt wurde so über deutlich kommentiert.

Wer oder was wollte mir dadurch andeuten, mal über die Reduzierung meiner Laufumfänge nachzudenken ?

Das Übel hat einen Namen:

"Das Gänsefüßchen" / "Pes Anserinus" winkt nun unübersehbar mit der weißen Fahne und bitte um massive Aufmerksamkeit.

Dieser Sehnenansatz, kombiniert mit seinem eigenen Schleimbeutel, zeigt mir mit deutlich erhobenem Zeigefinger, dass es jetzt besser wäre meinen Trainingsaufbau neu zu planen.

Die Fachwelt beschreibt es so: 

"Pes Anserinus

Verletzung an pes Anserinus, Gänsefuß

Anatomie
Der richtige Name ist pes anserinus superficialis. An dieser Stelle kommen drei Sehnen zusammen und laufen dann als eine Sehne weiter zum Ansatzpunkt am Unterschenkel. Die Muskeln, von denen sie ausgehen, sind die Oberschenkelmuskeln m. sartorius, m. gracilis und m. semitendinosus. Diese Muskeln sorgen, unter anderem, dafür, dass man imstande ist, sein Bein nach außen zu drehen.

Verletzung
An dieser Stelle sind eine Anzahl Verletzungen möglich. Zuerst eine Reizung der Ansatzstelle am Knochen, aber auch ein Riss in der Sehne ist möglich. Bei einer Reizung oder Entzündung fühlt die Stelle sich oft ein wenig warm an. In beiden Fällen ist es erforderlich, die Trainingsbelastung zu verringern.

Ursache
Ein Riss kann durch eine plötzliche, falsche Bewegung entstehen. Auch gewöhnliche Überbelastung durch zu schnellen Trainingsaufbau ist möglich. Die Muskeln und die Kondition bauen sich viel schneller auf als der Sehnenapparat. Die Sehnen sind sehr schlecht durchblutet und brauchen viel mehr Zeit, sich an neue Verhältnisse anzupassen. Mit der schnell zunehmenden Kraft der Muskeln können die Sehnen und ihr Ansatz am Knochen oft nicht Schritt halten, mit der Folge von Verletzungen. Bei Dauerläufern ist es auch möglich, dass die Laufgewohnheiten oder die Schuhe nicht gut sind und verändert werden müssen.

Behandlung
Einen Arzt um Rat fragen.
Absolute Ruhe kann notwendig sein und hängt ab von der Schwere der Verletzung. Ich rate meistens dazu, zuerst die Belastung zu halbieren und, wenn das nicht ausreicht, richtige Ruhe für einen Zeitraum von 1 bis 2 Wochen und dann wieder ganz ruhig anfangen unterhalb der Schmerzgrenze. Richtiges Kühlen nach jedem Training kann den Schmerz gut lindern und die Genesung fördern. Physiotherapie kann erforderlich sein.
In extremen Fällen kann eine Injektion mit Kortikosteroiden gegeben werden."


Quelle: sportgesundheit.eu

Nun zum Ort des Geschehens:


 
Meine bereits ab der letzten Woche eingeläuteten Gegenmaßnahmen:

1.  Laufpausen einlegen
2.  Umfänge reduzieren
3.  Tempo reduzieren
4.  Einheiten reduzieren
5.  Regeneration erhöhen
6.  Zeit für Muskelmassage und Dehnen erhöhen

Als zusätzliche Motivation habe ich mir nach gründlicher, fachmännischer Sicht auf meine Füße und Beinachsen, meine Körperdaten und meine Laufdaten in einem der letzten großen Siegener Sportgeschäfte einen neuen Laufschuh zugelegt. Einen großen Dank an den Verkäufer, der sich die nötige Zeit, gepaart mit dem nötigen Wissen, für mich genommen hat.

Nachdem ich in den letzten Jahren immer auf den "Asics Nimbus" gesetzt habe, den ich auf Grund meines Gewichtes eigentlich nicht tragen müsste, habe ich mich, auch nach längerem Einlesen, für den "Adidas Supernova Glide Boost 6" entschieden:
Bereits das allererste Auftreten im Laden und das Ablaufen des Parcours quer durch die verschiedenen Abteilungen ließen mich aufhorchen. Ich hatte sofort das Gefühl, dass der Schuh die Aufprallenergie sogleich an mich zurück gibt. Während ich bei meinen letzten Laufschuhen schon das Gefühl hatte beim Auftreten "gedämpft" zu werden, so hatte ich bei diesem "Boost Modell" sofort das Gefühl, dass das Material nach der schnell eingeleiteten, angenehmen Dämpfung ebenso schnell wieder in seine Ausgangssituation zurückkehrt. Diesen Verhalten soll komplett temperaturabhängig und äußerst langlebig sein. Ich bin gespannt.

Der kurze Adidas-Teaser soll diese Energierückgabe verdeutlichen: 
"ADIDAS Energy Boost
Energy Boost – das ist die revolutionäre Technologie von ADIDAS für
ein unschlagbares Laufgefühl! Durch das neu entwickelte Dämpfungs-
system speichert die Zwischensohle Energie bei jedem Schritt und
gibt sie wieder frei.

Das Ergebnis ist höchster Energiegewinn, Schnelligkeit und ein un-
vergleichlich komfortables Laufgefühl."


Quelle: adidas
Heute Abend werde ich den Glide Boost zum ersten mal auf einer kleinen und langsamen Runde testen. Meine Frau wird dabei auf mich aufpassen ;-)

Ich bin gespannt wie sich diese leichte Alternative zu meinen, bisherigen doch deutlich schwereren Nimbus-Exemplaren schlägt.

Montag, 18. November 2013

In 3 Schritten den Trainingsplan doch noch erfüllt

In meiner ersten Trainingswoche "Biel 2014" standen nur 30 Kilometer auf dem Programm. Eigentlich total überschaubar. Aber viele Verpflichtungen und wahrzunehmende Termine haben mir die letzte Woche lauftechnisch komplett verhagelt. Am Montag Abend fing alles mit einem 13 Kilometer Lampentestlauf noch recht verheißungsvoll an. Dann kam eine lange Durststrecke bis einschließlich Samstag. Konnte der Sonntag das Ruder noch herumreißen? Ja !!! Er konnte es.

Sonntagmorgen 9:00 Uhr:  13 Kilometer, davon die ersten 8 Kilometer gemeinsam mit meiner Frau gelaufen.
Sonntagabend 16:30 Uhr:  8 Kilometer im absoluten Wohlfühlmodus der Dunkelheit alleine und langsam (eine absolut ungewöhnliche Konstellation) entgegen gelaufen.
Abendrot, klare kalte Luft, unglaubliche Fernsicht, freundliche Wanderer, gut aufgelegte Rehe, inneren Schweinehund überlistet, Laufpensum erfüllt, Fersen-/Achillessehnenprobleme dank regelmäßigem Dehnen auf einem deutlichen Weg der Besserung ... was will man mehr.

Montag, 14. Oktober 2013

Letzter etwas längerer Lauf vor dem Rothaarsteig-Marathon

Mit 20 Kilometer stand am Sonntag der letzte längere Lauf in unserer Vorbereitung auf den Falke-Rothaarsteigmarathon auf dem Trainingsplan. Um es vorweg zu sagen: Auch diese Aufgabe haben wir wieder mit Bravour gelöst. Mein Fersenschmerz, der sich am Freitag bei meinem 10km-Läufchen urplätzlich in Luft aufgelöst hatte, meldete sich, wenn auch unaufdringlich, zurück. Es wäre ja auch zu schön gewesen. Mit einem an den Steigungen bewusst noch etwas früher eingesetzten Vorfußlauf hatte ich ihn aber weitestgehend im Griff. Bergab gab es mit "ihm" gar kein Problem und auf den Geraden hielt er sich meistens dezent im Hintergrund. Komische Sache...

Diese Woche steht Tapering ( Reduktion Trainingsumfang), Fußpflege und Beobachtung des Wetters für Samstag auf dem Programm. Zwei kurze Ausflüge in die heimischen Wälder werden diese Woche abrunden.

Impressionen:
 
Feinjustierung am "Geläuf "
 
Trüb, nass und kalt war's und demzufolge 
waren auch wenige Gleichgesinnte unterwegs.

Selbst die in ausreichender Menge vorhandenen 
kuscheligen Aussichtsplätze waren komplett verwaist.
Aber trotzdem ging's bunt zu auf der Strecke: 
Adidas Supernova Sequence 6 
Salomon Speedcross 3 GTX
Strecke:
Höhenprofil:
Höhendifferenz:

Montag, 30. September 2013

Motivation „Berlin Marathon“

Sonntagmorgen 8:45 Uhr, Wilson Kipsang geht im Großstadtdschungel von Berlin mit über 40.000 Teilnehmer auf Weltrekordjagd. Gleichzeitig mache ich mich alleine auf den Weg zu meiner langen, langsamen, einsamen Runde durch den lauschigen, sonnenlichtdurchfluteten  Wilnsdorfer Wald. Alleine? Nicht ganz. Denn nach gut 5km werde ich auf meine Frau treffen, die mich dann auf den nächsten 10km begleiten wird, um mich dann wieder zu verlassen. 
Da ich insgesamt nur schlappe 21 km laufen wollte, bestand die berechtigte Hoffnung zumindest noch einen Großteil der Freizeitathleten auf ihren letzten Berlin-Kilometer im Fernsehen live verfolgen zu können. 2011 bin ich meiner Frau gemeinsam den Berlin Marathon gelaufen. Bis heute können wir zu den gezeigten Höhenpunkten der Strecke die dort selbst erlebten Emotionen abrufen ;-)
Der Sieger und gleichzeitig neue Marathon-Weltrekordhalter: 
Wilson Kipsang - 2:03:23 Stunden
Drittschnellste Frau in Berlin und jetzige Weltrekordhalterin in der Masters Klasse 
(über 40Jahre alt): Irina Mikitenko - 2:24:54 Stunden

An den vielen Steigungen verspüre ich immer noch einen leichten Druck an meiner linken Ferse. Daher laufe ich momentan sehr bewusst, um Fehlhaltungen zu vermeiden. 
Die zum Glück sehr langen Phasen ohne körperliche Gebrechen nimmt man oftmals als gegeben und als selbstverständlich hin. Erst wenn sich ein kleines oder auch großes Zipperlein aufdrängt und zu einem  ständigen Begleiter wird, merkt man wie gut man es die Wochen und Monate zuvor gehabt hat.

Impressionen:
 
Heute ist ein mal wieder ein wenig mehr Dämpfung angesagt: ASICS Nimbus 14.
 
 
Nützliche "sehr alte" Hilfe zur Entscheidungsfindung.
 
 Werbung: Wirklich schön bei uns im Siegerland.
Traumhaftes Wetter.
 
So sieht ein aufgeräumter Hauberg aus.
 
Meine "Begleitung"
Alleine ist man eigentlich nie im Wald, 
denn irgendwo hockt bestimmt jemand mit einer Flinte im Anschlag. 
Neulich hätte uns der Fahrer des linken Fahrzeuges an genau gleicher Stelle fast über den Haufen gefahren. Mit absolut unzulässiger Geschwindigkeit tauchte er auf einmal hinter uns auf. Ob er auf einer zu erprobenden SUV-Treibjagd war, oder eilig wohin musste, keine Ahnung. 
Es war eine bodenlose Frechheit, denn zu Tode erschreckt hat er uns auf jeden Fall. Da er im gleichen Dorf wohnt, werde ich ihn bei passender Gelegenheit mal darauf ansprechen.
  
Die letzten Meter...

Montag, 26. August 2013

Abwechslungsreiche Woche

Gestern stand mal wieder ein etwas längerer Lauf auf dem Programm. Mit 25 Kilometer haben wir unserem Fettstoffwechsel mal wieder eine weitere Anpassungschance gegönnt. Trotz Regenankündigung blieb es Sonntagmorgen weitestgehend trocken. Aber die unwetterartigen Regenfälle am Samstagabend haben dann doch deutliche Spuren in unserem Laufrevier hinterlassen. So konnten wir bei 15 °C Außentemperatur nach den vergangenen Hitzeläufe total entspannt aufbrechen, hatten es aber mit einem recht aufgeweichten Untergrund zu tun.

Wochenpensum: 

Mittwoch - lockerer Familienlauf:
10km - 149m positiver Höhenunterschied - 7:23 min/km Ø Pace - Zeit 1:14:01

Freitag - Sololauf zum Frustabbau
15km - 245m positiver Höhenunterschied - 5:14 min/km Ø Pace - Zeit 1:18:34

Sonntag - Marathon-Teamlauf:
25km - 359m positiver Höhenunterschied - 6:08 min/km Ø Pace - Zeit 2:33:25

Irgendwie hatte ich mir am Freitag die Aufprallfläche des linken dicken Zeh, wahrscheinlich durch recht schnelle Bergabpassagen, bereits ein wenig „mürbe“ gelaufen. Die langstündige Gartenarbeit am Samstag und die planmäßige 25km Schleife am Sonntag, mit fast durchgängig extrem nassem Untergrund, haben dann doch gewisse Spuren hinterlassen. Jetzt ist ein wenig Fußpflege angesagt, um für die nächsten Aufgaben wieder gerüstet zu sein. 

Strecke:

Höhenprofil:
Höhendifferenz:
"Außenansicht":
"Innenansicht":

Freitag, 25. Mai 2012

Dieter Baumann hatte die gleichen Probleme ...

Meine Magen-Darm-Probleme bei unserer Nachtgeneralprobe letzten Freitag scheinen auch Profis nicht komplett fremd zu sein. Zumindest gehen sie recht unverblümt damit um.

Dieter Baumann in seinem Blog an Martin Grüning gerichtet: (beides Biel-Teilnehmer 2011)

"Jetzt sag ich Dir noch was lieber Martin: Was hatte ich schon Arschzwicken, in meiner Karriere, in meinen Leben! Arschzwicken dass nicht mal mehr ein Furz möglich war. Dann mein Knie, ein Stich, bei jedem Schritt! Wie wenn einer mit einem Messer genau in den Gelenkspalt reingestochen hätte. Allerdings hat derjenige das Messer noch umgedreht, langsam, im Uhrzeigersinn. Dazu das Messer im Gelenkspat noch hoch und runter. Stumpf war es, das Messer. Ja, das waren Schmerzen. Gleichzeitig mein Sprunggelenk mitsamt der Achillessehne. Dick! Ein Ballon voller Wasser, Blut und Schleim. Oder wie Du es ausdrücken würdest: voller zerquetschter Blutgefäße. Ein Brei, im Sprunggelenk."

Quelle: Blog Dieter Baumann - Eintrag 18.05.2012

Biel-Teilnehmer 2011:

Dienstag, 27. März 2012

Die unglücklich formulierten Motivationsversuche ...


... häufen sich nun doch.

"Du bist verrückt, wie kann man nur ..."

"Du mutest du dir da aber verdammt viel zu."

"Das kann aber jetzt nicht wirklich gesund sein."

"Wie willst du das denn schaffen."

"Abends geht’s los ? Warum läuft man denn durch die Nacht ??

"Warum tust du das ?"

"Bist du überhaupt schon mal so weit gelaufen."

"Das ist ja weiter als von hier bis nach .... ähm .... Köln !?"

"Du siehst aber schlecht aus, hast du abgenommen ?"

"An einem Stück ?"

"Das ist ja mehr als 2x Marathon ?"

Neben diesen gewiss ehrlich gemeinten Versuchen die Zweifel meinem Projekt „Biel 2012“ gegenüber in Worte zu fassen, werden die noch kritischeren Anmerkungen meist nicht offen ausgesprochen, zumindest nicht mir gegenüber. Hinter vorgehaltener Hand ist man da schon wesentlich offener, aber aus Feigheit und oder falscher Rücksicht, nimmt man mir die Chance ihnen meine Gedanken dazu mitzuteilen. Aus Distanz betrachtet haben viele Anmerkungen natürlich schon ihre Berechtigung.
Ausdauersport betreibe ich inzwischen seit Jahrzehnten und viele Jahre in Folge bestreite ich Halbmarathon- und Marathonläufe. Auch auf Biel bereite ich mich, basierend auf einem vorhandenen Trainingsstand seit November gewissenhaft vor. Ich bin mir bewusst, dass nicht jede Eventualität planbar ist. Es kann, so banal es klingt, auch mal einen schlechten Tag geben. Trotzdem möchte ich mit einer mir möglich besten Vorbereitung an den Start gehen.

Beim Schreiben dieser Zeilen fällt mir auf, dass meine gesunden Selbstzweifel zum Glück noch keinen großen Schaden genommen haben. Biel wird natürlich alles andere als ein Selbstläufer. Viele Teilnehmer sprechen von Grenzerfahrungen, von extremen körperlichen und psychischen Belastungen. Falls ich den Trainingsplan zu 85 - 90% einhalte, habe ich das meine getan, um mich dieser Aufgabe zu stellen. Vieles andere ist abhängig von der Tagesform, dem Wetter, dem an der Strecke gesprochenen Dialekt ;-) und anderen nicht beeinflussbaren Parametern.

Ich fahre inzwischen auch wieder regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit. Das entspricht pro Tag zwar nur  einer Distanz von knapp 34km, aber diese relativ leichte Belastung lockert meinen Trainingsplan schon ein wenig auf und sorgt so ganz nebenbei für etwas Entspannung auf der „Knochenbelastungs-Seite“. So versuche ich in der Woche 3x zu Laufen und 2x mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Die langen langsamen Läufe werden jetzt von Woche zu Woche auch wieder moderat ausgedehnt. Diese Einheiten werde ich jetzt wieder auf Teer im Tal von Eiserfeld nach Kreuztal laufen, da die körperliche Belastung ab einer bestimmten Streckenlänge auf unseren profilierten Waldstrecken dann doch zu groß ist.

Eine kleine aufmunternde Zahlenkunde zum Schluss:

Marathonteilnahme in Düsseldorf in 33 Tagen
Start in Biel in 73 ½  Tagen... 


Quelle: Biel 99km und  Biel 100km 
     

Montag, 20. Februar 2012

15. Trainingswoche 13.02.12 – 19.02.2012



Wieder einmal zu viert unterwegs:

Am Sonntagmorgen stand mal wieder ein langer Lauf auf dem Programm. Startpunkt war diesmal Wilnsdorf-Ortsmitte. Seit langer Zeit sind wir als Familie nochmals komplett auf der Strecke. Dies hat seit unserem gemeinsamen Halbmarathon 2010 in Bonn schon einen gewissen Seltenheitswert. Auf leicht mit Schnee gepuderten Waldwegen liefen wir zu Beginn gemeinsam eine 8km Runde. Das Lauftempo stets einer lockeren Unterhaltung angepasst, waren wir zu Beginn noch ziemlich gut gelaunt unterwegs. Dies sollte sich jedoch für einen kurzen Moment ändern. Ich weiss, die allermeisten Hundebesitzer wissen was sich gehört, aber leider immer noch nicht alle. Die 4 köpfige Zweibeingruppe mit 3 unterschiedlich großen Hunden bewaffnet, gehörte am Sonntag leider mal wieder zu den negativen Ausnahmen. Die Hunde hatten uns schon längst wahrgenommen und begrüßten uns von weitem mit erwartungsvollem Gebell. Die dazugehörigen Begleiter standen mit ihren treuen Gefährten gemeinsam auf dem Waldweg und bildeten schon von weitem erkennbar eine nicht zu überwindende Barriere. Ich muss an dieser Stelle sicher nicht erwähnen, dass die Hunde nicht angeleint waren und auch in Folge nicht angeleint wurden. Deeskalierend liefen wir nicht mehr nebeneinander sondern bildeten auf den letzten 50m eine locker aufgereihte Perlenkette, um unseren guten Willen unter Beweis zu stellen, Blödsinn ... weil es sich einfach gehört, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Das sollte eigentlich das Normalste auf der Welt sein, ist es aber leider nicht. Wir näherten uns also auf 10 Meter dieser 4 + 3 Gruppe und .... es passierte nichts. Der  Haufen blieb wo er war und die Hunde bellten weiter lustig vor sich hin. Wir mussten den inzwischen sowieso schon gedrosselten Laufschritt komplett abbrechen und gingen, die Hunde mit unseren Beinen streifend, quer durch dieses sich nicht auflösende "Menschen-Tier-Rudel-Hindernis". Wir bedankten uns im Vorbeistreifen für dieses beispiellose Entgegenkommen und setzten unseren Lauf ein wenig gereizt fort. Diskussionen sind aus lediger Erfahrung an dieser Stelle komplett unangebracht und sinnlos. Zusammen liefen wir dann einen Teil des Grubenweges und erreichten nach gut 8 Kilometer wieder den Parkplatz in Wilnsdorf. Wir hatten inzwischen 10:30 Uhr. Nach einem kurzem Austausch, was ich jetzt noch so an Umfang vorhabe, setzte ich meinen Lauf fort und lief erneut Richtung Grubenweg. Nach komplett zurückgelegten 21,5 km war ich nach 2:12:42 Std. auch wieder am Ziel. Ich war froh, dass ich in der letzten Woche ohne größere muskuläre Probleme den Trainingsplan wieder annähernd einhalten konnte. Um keine weiteren Komplikationen zu provozieren, war ich die komplette Woche in einem sehr lockeren Lauftempo unterwegs. Das war eine sehr gute Entscheidung...

Bilder von unterwegs
 
Noch zu viert:

Bergmannspfad Wilnsdorf:
Wilnsdorf - Höhe Wielandhof:
Höhenweg Rinsdorf - Wilnsdorf:
 
 
 
 
Fast wieder Zuhause:
Strecke:
 
Höhenprofil: