Mit dem
aufkeimenden Wunsch in 2014 vielleicht doch wieder die Teilnahme an dem
100km-Lauf in Biel zu wagen, veranstalteten wir am Pfingstsonntagmorgen einen
Familienlauf mit unterschiedlicher Laufdistanz. So lief ich die 22,22km zum
größeren Teil doch nicht alleine. Nur die ersten 6 und die letzten 4 Kilometer
war ich auf dieser seit Monaten nochmals längeren Strecke alleine unterwegs. Um
9:00Uhr machte ich mich auf den Weg nach Wilnsdorf zum Treffpunkt mit meiner
Tochter. Bei der CVJM-Bildunsstätte in Wilgersdorfer hatten wir uns
anschließend mit meiner Frau verabredet. Ab dort liefen wir gemeinsam Richtung
Gymnasium Wilnsdorf, Sportplatz, Obersdorf und wieder zurück.
Nach einigen Wochen Laufzurückhaltung war auch wieder mein Salomon Trinkrucksack dabei, der mir 2012 in Biel
ein treuer Begleiter war.
Trinkrucksack:Salomon Advanced Skin S-LAB 12
Laufschuh: Asics Nimbus 14
Impressionen:
Meine Pausenbank für "danach":
...mit dem entsprechenden Blick.
Der Streckenverlauf:
Das Höhenprofil:
Werner Sonntag: "Irgendwann musst Du nach Biel." ------ Korrektur vom 09.06.2012: "Irgendwann warst du in Biel."
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Mittwoch, 22. Mai 2013
Montag, 14. Mai 2012
Den Eisheiligen zum Trotz
„Zu den Eisheiligen, auch gestrenge
Herren genannt, zählen mehrere (drei, regional unterschiedlich auch vier
oder fünf) Gedenktage von Heiligen im Mai. Die Eisheiligen sind in Mitteleuropa meteorologische Singularitäten (Witterungsregelfälle). Laut Volksmund wird das milde Frühlingswetter erst mit Ablauf der „kalten Sophie“ stabil.
Die Eisheiligen
1. Mamertus – 11. Mai
2. Pankratius – 12. Mai
3. Servatius – 13. Mai
4. Bonifatius – 14. Mai
5. Sophie – 15. Mai“
Quelle: Wikipedia
Wieder einmal hat sich der Volksmund behauptet. Nach Minustemperaturen in
der Nacht zum Sonntag habe ich bei einer Morgentemperatur von 2 Grad meinen
Sonntagslauf gestartet. Mit der Kalten Sophie sollten aber nach Dienstag die Kälteeinbrüche
endgültig ein Ende nehmen, damit einem stabilen Sommerwetter nichts mehr im Wege
steht. Toi toi toi ...
Morgens hielt im Schatten der Raureif die Wiesen noch fest in der Hand. Andere
Abschnitte von der wärmenden Sonne bereits verwöhnt, strahlten bereits um die Wette. Bei
angenehmen Laufbedingungen absolvierte ich so meinen Waldhalbmarathon, um
anschließend mit der Familie, die ebenfalls auf einer kürzeren Distanz unterwegs war, der Bürgerpflicht „NRW
Landtagswahl“ nachzugehen.
Zum Glück Sonntagsruhe:
Mein
Trainings-Ho-Chi-Minh-Pfad:
Weitere Impressionen:
Strecke:
Höhenprofil:
Immer
wieder belegen die diversen Streckenbilder, dass unser Siegerland die
waldreichste Region Deutschlands ist. Aber die Wunden die Kyrill im Januar 2007
hinterlassen hat, prägen weiterhin große Teile unseres Landschaftsbildes.
"Die größten Schäden entstanden in den Wäldern von Nordrhein-Westfalen (vor allem in Wittgenstein, im Sieger- und Sauerland),
wo mit 12 Millionen Kubikmetern oder 25 Millionen Bäumen etwa die
Hälfte des deutschen, sowie ein Drittel des europäischen (30 Mio.
Kubikmeter) Verlustes auftraten. Im Februar wurden von den Forstämtern
in den Hauptschadensgebieten in Südwestfalen zahlreiche Nass-
und Trockenlagerplätze mit einem Fassungsvermögen von jeweils bis zu
50.000 Festmetern eingerichtet, um das Sturmholz über Jahre zu lagern.
Im Landkreis Waldeck-Frankenberg wurden etwa 1 Million Festmeter Holz umgeworfen. 50.000 Festmeter davon wurden auf einem Nasslagerplatz bei Mehlen gelagert."
Quelle: Wikipedia
„Siegerland-Wittgenstein
Wanderwelten am Rothaarsteig
Mit 64 % bewaldeter Fläche sind
die Mittelgebirgslandschaften Siegerland und Wittgensteiner Bergland mit dem
Naturpark Rothaargebirge und dem Quellgebiet von Eder, Lahn und Sieg die
waldreichste Region in Deutschland. Sieben „WanderHöhepunkte
links und rechts des Rothaarsteigs“ ergänzen als thematische Wanderwege das
Angebot der Region Siegerland-Wittgenstein. Sie führen als Halb- und Ganztagestouren
auf attraktiven Wegen zu Fernsichten und geschichtsträchtigen Orten, die der
Rothaarsteig als Kammweg nicht ansteuern kann. Die
lückenlose Markierung, eine perfekte Infrastruktur mit Sitzgelegenheiten,
Rastplätzen und Info-Tafeln an den Zu- und Abgängen, sowie Parkplätze und die
gute ÖPNV-Anbindung der Ausgangspunkte sorgen für entspanntes Wandern, auch schon
vor dem Tourenstart.”
Quelle: Wanderwelten
„Kreis Siegen-Wittgenstein
Der Kreis ist der südlichste in Westfalen und wird im Norden durch das Rothaargebirge und im Süden durch den Westerwald begrenzt. Im Osten geht das Gebiet des Kreises ohne natürliche Grenzen in den nordhessischen Bereich über. Die Hauptflüsse sind im Westen die Sieg und im Osten Lahn und Eder. Der Kreis – wie das sich nordwestlich anschließende Sauerland durch seinen Mittelgebirgscharakter geprägt – ist der waldreichste Kreis Deutschlands. Das gesamte Kreisgebiet gehört zur übergeordneten Naturlandschaft des rheinischen Schiefergebirges. Bezogen auf den Anteil der Forst- und Naturwaldflächen an der Gesamtfläche ist der Kreis Siegen-Wittgenstein der waldreichste Kommunalkreis der Bundesrepublik Deutschland.“
Quelle: Wikipedia
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Montag, 11. April 2011
Es ist soweit - Halbmarathon Bonn - 10.04.2011 - 8:45 Uhr
Trotz einer absolut nervigen und zeitlichen extrem angespannten Umzugswoche stehen meine Tochter und ich um 8:45 Uhr in Bonn am Start. Meine Frau begleitet uns und sorgt für die motivierende Stimmung vor dem Start und an so einigen wichtigen Punkten direkt an der Strecke. Danke !!! Sie wäre viel lieber mitgelaufen. Aber bedingt durch eine Verletzung und dem daraus resultierenden Trainingsrückstand hat die Gesundheit oberste Priorität.
Die Sonne scheint. Die Temperaturen dümpeln noch im einstelligen Bereich. Wir ordnen uns gemäß unseren bisherigen Zeiten in dem "blauen" Startblock ein. Der Startschuss für die ganz Schnellen der Halbmarathonläufer fällt pünktlich um 8:45 Uhr. Erst später erfahren wir, dass unser Bundespräsident Christian Wulff diesen ersten Block auf die Strecke geschickt hat. Vor uns geht der „schwarze“, „magenta-farbene“, „rote“ und „grüne“ Leistungsblock auf den Weg. Bedingt durch einen engen Streckenabschnitt sofort nach dem Start, hat man im hinteren Bereich des Startfeldes das Gefühl , dass jeder Läufer einzeln im Minutenabstand losgeschickt wird. Na ja, so schlimm war es jetzt auch nicht, aber wir mussten schon über eine halbe Stunde in unserem rosafarbenen Regenshirt, einigermaßen gegen die Kälte geschützt, warten. Aber dann .... 10 – 9 – 8 - 7 - 6 - 5 - 4 - 3 – 2 - 1 ... es geht endlich los. Größeres Gerangel bleibt aus. Die Läufer gehen recht gesittet, ohne den Stress bereits auf den ersten Metern das Rennen gewinnen zu müssen oder gar verlieren zu können, ins Rennen. Nach knapp 400 Meter taucht uns die Sonne in ihr wärmendes Licht. Das tut richtig gut. Wir lassen die ersten Kilometer recht locker angehen und horchen ab und an in unseren Körper hinein. Die zurückliegende Woche war für unsere Tochter durch ihre Wohnungsrenovierung schon sehr anstrengend und nervenaufreibend. Das Schleppen von Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine und anderem schweren Gelump, hat mich Samstagabend recht geschafft ins Bett fallen lassen. Auch wenn unsere Anreise nur knapp eine Stunde beträgt, so hat uns der Wecker am Lauftag doch bereits um 5:00 Uhr aus dem Bett geklingelt.
Die ersten 5 Kilometer legen wir in einem erstaunlich lockeren Schnitt von 5:42 Min/km zurück. Es macht richtig Spaß in dem Läuferfeld dabei zu sein. Training und „Wettbewerb“ sind doch zwei total unterschiedliche Herausforderungen. Da die Vorbereitung weitestgehend unproblematisch verlief, konnten wir uns ohne größere Bauchschmerzen auf diesen Lauf freuen. Uns geht es auf der Strecke sensationell gut. Wir geben die gemeinsame Parole aus bis Kilometer 10 dieses Tempo zu halten und dann nochmals alle laufrelevanten Körperteile und Lebensfunktionen auf eventuelle Probleme abzuklopfen. Bei Kilometer 10 haben wir immer noch eine KM-Durchschnittszeit von 5:41 Minuten. Unseren Plan, die HM-Distanz unter 2 Stunden zu finishen, den wir eigentlich nach unserem 10km Tempotestlauf längst begraben hatten, kramen wir doch wieder aus. Er scheint überraschender Weise doch wieder in greifbare Nähe zu rücken. Auch auf der zweiten Hälfte der Strecke zeigt uns die „Garmin 310XT“ nach jedem gelaufenen Kilometer grünes Licht für eine Endzeit von unter 2 Stunden. Der „virtuelle Partner“ – lediglich auf 5:50 eingestellt, lässt uns bereitwillig ziehen und verschwindet langsam aber sicher weit hinter uns. Wir laufen in einem Wohlfühltempo, dass zu jeder Zeit einen kleinen Plausch zulässt. So lassen wir die letzte Woche, mit all ihren Problemen und Widrigkeiten ganz weit hinter uns. Meine Frau erwischt uns knapp 300 Meter vor dem Ziel und ruft uns noch „Nie mehr blauer Startblock“ hinterher. Überglücklich und ziemlich stolz passieren wir in 1:57:33 die Ziellinie. Für die letzten 11,1 Km sind wir im Durchschnitt eine 5:28 gelaufen. Auf die Gesamtdistanz von 21,1km beträgt die KM-Durchschnittszeit 5:34 Minuten. Für den letzten Kilometer, unterstützt von dem tollen Bonner Publikum, zeigt die Uhr lediglich 4:59 Minuten an. Nach dem Empfang unserer verdienten Medaille im Auslaufkorridor, gehen wir sofort ins Rewe-Verpfegungs-Dorf, um uns mit Cola, Wasser und Teigbällchen zu stärken. Meine Frau stößt kurze Zeit später zu uns und freut sich mit uns, über diesen wirklich schönen Lauf. Jetzt, mit knapp 15 Minuten Abstand, sind wir uns sogar schon sicher, die Strecke noch schneller laufen zu können. Körpereigen produzierte Drogen sorgen scheinbar kurz nach der Belastung zu einen Hang der Selbstüberschätzung. Aber Spaß beiseite, wir sind zu keinem Augenblick in einem Grenzbereich gelaufen. Dieser gemeinsame Lauf sollte Spaß machen, und dass hat er auch, auf jedem einzelnen Kilometer.
Bonn ... vielleicht bis zum nächsten Jahr ... möglicherweise aber wieder in einer anderen Besetzung.
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