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Montag, 25. November 2013

"Sie" sind wieder unter uns...

Das Nahrungsangebot im Wald scheint langsam knapp zu werden. Demzufolge wächst wohl auch der Mut derjenigen, die den Kontakt zu uns Menschen sonst schon ein wenig meiden. Dabei gibt es durchaus auch Tiere, die ihre Anwesenheit recht dezent und unauffällig ausüben. Andere hingegen sind da schon ein wenig freier und selbstbewusster in der lückenlosen Beweisführung ihres Kurzbesuches.
 
Mit einer unglaublichen Leichtigkeit wird der Bereich unter der Grasnarbe intensiv unter die Lupe genommen. Absolut beeindruckend und zugleich beängstigend... Hei, ich glaube, da sind die Verursacher noch ... oder etwa doch nicht!? Um wirklich sicher zu sein, hefte ich mich mal ganz flux an ihre Fersen !!
Da ich aber meist ohne Brille laufe, bin ich vor bösen Überraschung nie ganz gefeit. 
Getreu dem Motto: "No risk, no fun." 
Der Spannungsballon platzte dann doch recht schnell und unspektakulär,
da es sich in diesem Fall lediglich um zwei mir ziemlich gut bekannte Läuferinnen handelte ;-)

Wo wir gerade bei "Begleiter/innen" sind:
                                Anfangs war diese "Truppe" uns gegenüber noch recht scheu.
Aber inzwischen gibt es schon ein gewisses Gerangel und Geschubse,
um den besten und längsten Blick auf uns zu erhaschen.
Übrigens, auch bei uns im südlichen Siegerland 
zeigten sich am Sonntag die ersten Schneeflocken der Saison.

Mit drei Läufen in dieser Woche über 12, 22, und 10 Kilometer habe ich das vorgegebene Trainingsziel recht locker umgesetzt. 

Da ich lediglich den 22km Lauf am Samstag alleine absolviert habe, gab es auch nur bei dieser Einheit die berechtigte Gefahr, mal wieder schneller als vorgegeben unterwegs zu sein. So galt es ohne dramatischen Zeitverlust die Kalteiche bei km 12 zu erklimmen, um mich dann ganz locker dem Abstieg zu widmen. Für unterwegs hatte ich bei km 13 eine Trinkpause bei der Quelle "Goldschmiedsborn" eingeplant, um einige Bissen des Notfall-Energieriegels besser runterspülen zu können. Nach 22 Kilometer und knapp 440 Höhenmeter, hielt meine Garmin 910XT immerhin eine Kilometer-Durchschnittszeit von 5:29min fest.

Einziger Verpflegungsposten, die Quelle "Goldschmiedsborn":

Strecke:
 
Höhenprofil:
Quelle dieser Grafiken:
Strecke und Höhenprofil nach Auswertung der gpx-Datei in www.gpsies.com

Mittwoch, 15. Februar 2012

Doppelt gemoppelt hält besser ...


Neben der trainingsbedingten Vorbereitung auf Biel, bleiben für mich natürlich die Pflichten im Haushalt weiter bestehen. Also trage ich gestern Abend den Wäschekorb in die Waschküche und fülle die Maschine mit dunkler 30 Grad-Wäsche. Wäsche rein, Wasser aufdrehen, Maschine ein- und anstellen und raus geht’s auf die Strecke. Gestern war es um 17:30 Uhr noch recht hell und ich entschied mich für die Strecke durch den Wald nach Wilnsdorf. Mit Stirnlampe auf alle Eventualitäten vorbereitet, mache ich mich auf den Weg. Die ersten steilen 300m hinauf zum Startpunkt der Laufstrecke gehe ich locker und langsam und gönne meiner Garmin 310XT so die notwendige Zeit den Kontakt zu möglichst vielen Satteliten aufzunehmen. Am sogenannten Startpunkt all der Strecken, die bei uns vor der Haustür im Wald beginnen, starte ich die Uhr und laufe bewusst locker und fast schleichend los. Ich versuche so die Belastung für die gesamte Oberschenkelmuskulatur möglichst gering zu halten.  Auf den ersten 2 Kilometer geht es leicht aber stetig bergauf. Nachdem ich auf diesem Abschnitt die ersten 90 Höhenmeter bezwungen habe, gehen mir auf einmal zwei Zahlen nicht mehr aus dem Kopf. 900 Umdrehungen und 60 Grad ....  60 Grad ???? 60 Grad !!!!! Sch..... , verfl....  noch mal !!!!!! Schlagartig bin ich mir total unsicher, ob ich die Waschmaschine nicht versehentlich auf 60 statt auf 30 Grad eingestellt habe. Ich kann mir bis jetzt nicht erklären, warum auf einmal an diese beiden Zahlen denken musste. Das Laufhandy, was ich auf Geheiß meiner Töchter immer dabei haben sollte, liegt natürlich geschützt und muggelig warm Zuhause auf dem Schrank. Nochmals Sch...., verfl.... noch mal !!!! Was mache ich jetzt bloß, soll ich meinem langjährigen, eingeschliffenen Automatismus vertrauen, es bestimmt richtig gemacht zu haben und so bewusst das Risiko zu tragen möglicherweise die gesamte Wäsche um eine Größe geschrumpft zu haben. Das Gejammer der Familie will ich dann doch nicht riskieren und ich drehe recht frustriert um.  Nach weiteren 11 Minuten, den schleichenden Schritt habe ich inzwischen ein wenig aufgegeben, und 2 Kilometer Rückweg stehe ich vor der Waschmaschine. 60 Grad ???? 60 Grad !!!! Wie konnte das nur passieren. Falsch. Wie konnte das MIR passieren. I c h   h a b e   k e i n e   A h n u n g. War es die Vorfreude auf den bevorstehenden Lauf oder wirft mein Alter, ich starte dieses Jahr zum ersten Mal in der  Kategorie M50,  bereits seinen bedrohlichen Schatten voraus. Sei’s drum. Ich korrigiere die Einstellung, die Waschmaschine nimmt die Änderung ohne Murren entgegen und ich mache mich leicht angesäuert aber irgendwie doch zufrieden wieder auf den Weg zum Startpunkt. Die Glocken läuten im Tal. Dies ist ein sicheres Zeichen dafür, dass wir inzwischen 18:00 Uhr haben. Trotz allem Hin und Her bin ich froh doch auf meine innere Stimme gehört zu haben. Ich erreiche wieder den baumumsäumten Höhenweg nach Wilnsdorf. Der Weg ist von einer fast 10 cm hohen Schneeschicht bedeckt. Es wird langsam dunkel und ich schalte meine Stirnlampe ein. Ein weißer Lichtkegel bahnt sich den Weg durch den Wald. Irgendwie bin ich nun sogar froh, diesen Teil der Strecke nochmals laufen zu können. Es ist abgesehen von meinen eigenen Schritten absolut ruhig. Mein Atem treibt regelmäßig kleine Wolken vor mir her, die durch den Schein der Lampe fast undurchdringlich wirken. Meine sehr langsame Laufgeschwindigkeit sorgt dafür, dass sich auch meine Adduktoren recht wohl fühlen und zu keinem Zeitpunkt Grund zum Meckern haben. Es tut richtig gut draußen zu sein. Ich erreiche in fast absoluter Dunkelheit den Nachbarort Wilnsdorf. Ich drehe noch eine kleine Runde durch den Ort und laufe dann durch das Industriegebiet zurück nach Hause. Diese 16 Kilometer waren spannend und wohltuend zugleich. Genau das macht Laufen für mich aus. Ok ok, diese Art der Spannung muss mich nicht jedes Mal begleiten, aber langweilige Läufe machen wiederum auch keinen Spaß.

Der alles entscheidende  Drehschalter:

Mittwoch, 8. Februar 2012

Dienstagabend 08.02.12, 17:30 Uhr, -9.5 Grad Celsius, 16.5 km


Ich muss ehrlich zugeben, auf den ungeschützten Hochwegen oberhalb von Wilnsdorf wurde es gestern Abend verflucht kalt. Der frostige Wind, gepaart mit leichtem Schneefall sorgte recht schnell für eine schleichende Oberkörperauskühlung. Auf diesen leicht gepuderten Wegen unterwegs, lag die gefühlte Temperatur deutlich über dem zuvor gemessenen Wert von -9,5 Grad Celsius. Wieder im Tal abgekommen, wurde es dann wieder erträglicher. Ausgerüstet mit meinen neuen Radfahrhandschuhen von Roeckl und den „Salomon Crossmax CS“ blieben meine Finger und Füße warm. Zusätzlich zur Kopfkombi, bestehend aus Laufmütze und Schirmkappe, nutze ich bei diesen fiesen Temperaturen auch das Weihnachtsgeschenk meiner Kinder: Das Original-Funktionstuch der „Bieler Lauftage“ ;-)
 
 Quelle: Salomon
Quelle: 100km.ch
 
Laut Wettervorhersage sollte es jetzt eigentlich weniger frostig werden, aber der Blick auf die Vorhersage von Meteomedia (Kachelmannwetter) spricht eine ganz andere Sprache. Erst ab nächster Woche ist mit einer deutlichen Abschwächung dieser Kälte zu rechnen. Warten wir’s ab...
 Quelle: Meteomedia

Bei diesen bestehenden Bedingungen werde ich die nächsten 2 Läufe wieder auf das Wochenende verlagern, um zumindest die vorhergesagten Sonnenstunden zu nutzen. Momentan werde ich so die geplanten Kilometer-Umfänge nicht komplett leisten können. Aber bei diesen extremen Bedingungen muss man einfach „cool“ bleiben...

Strecke:
Höhenprofil:

Montag, 30. Januar 2012

12. Trainingswoche 23.01.12 – 29.01.2012

Ein langsamer 16km Lauf beendete Sonntagmorgen meine 12.Trainingswoche, die leider durch Verletzungsprobleme doch ein wenig zu ruhig verlaufen ist. 
Zu Beginn wurde ich noch von meiner Frau und einer Tochter begleitet.
Scheinbar war es doch den meisten Läufern zu kalt, so dass die Waldwege weitestgehend vereinsamt waren. 

Waldwege "Kalteiche":

In der  Nacht zum Sonntag mussten einige Jugendliche sich oder anderen wieder etwas beweisen. Traurig aber wahr...
 gelaufene Strecke:

Höhenprofil:

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Man sah die Hand vor Augen nicht


Dienstagabend bin ich noch kurzerhand eine 10km Runde nach Wilnsdorf und zurück gelaufen. Mit einem Gesamtschnitt von 5:22min/km war ich etwas schneller als sonst unterwegs. Nach dem aufwühlenden Tolkin-Gedächtnislauf Sonntagmorgen, lief es auf den ersten Kilometer noch recht schwerfällig und zähflüssig. An dem Wendepunkt angekommen, wurde ich durch grelle Blitze und einige heftige Böen wachgerüttelt. Schlagartig setzte heftiger Graupelschauer gefolgt von dichtem Schneetreiben ein. Bewaffnet mit meiner Stirnlampe hatte ich fortan das Gefühl gegen eine weiße Wand zu laufen. Die Alternative mit ausgeschalteter Lampe zu laufen, hatte ich sofort verworfen, da es mir in der Dunkelheit schon sehr wichtig ist, von anderen Verkehrsteilnehmer rechtzeitig erkannt zu werden. Von oben bis unten komplett mit nasskaltem Schnee eingesaut, war ich froh nach knapp 54 Minuten wieder Zuhause zu sein. Heute hatten meine kürzlich gekauften „Salomon XR Crossmax Neutral CS“ ihre Schneepremiere. Durch den doch komplett trockenen November, konnte ich heute zum ersten Mal die eingebaute „ClimaShield“-Funktion testen. Trotz Schneematsch von allen Seiten hatte ich niemals das Gefühl nasser und/oder kalter Füße. Da ich solange es irgendwie machbar ist auch bei Schnee laufen möchte, wären Gamaschen sinnvoll, um das Eindringen von Wasser und Schnee von oben zu verhindern.

Mein „Salomon XR Crossmax Neutral CS“:

Seit Dienstag besitze ich zum oben erwähnten Laufschuh für den gemischten Einsatz von Teer und Wald, auch einen reinen Traillaufschuh für das Offroad-Gelände und für den Wintereinsatz im Wald. Hier habe ich als Wetterschutz die GoreTex-Variante gewählt:

„Salomon XA PRO 3D ULTRA 2GTX”:
Quelle: Salomon

Da ich meine Schuhgröße und die passenden Modelle durch diverse Einkäufe im Fachhandel kenne, kaufe ich meine Lauschuhe inzwischen online bei 21run.com. 
Bislang bin ich mit der Abwicklung und den gelieferten Produkten sehr zufrieden.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Wintereinbruch – der 1. Schnee der Saison im Siegerland

Montagabend schneite es in dieser noch jungen Saison zum ersten Mal. Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich der November komplett schneefrei gezeigt. Die Menge viel ein wenig deutlicher aus, als noch von den Meteorologen vorhergesagt. Als ich abends um 23:00Uhr nach Hause kam, habe ich für den Boten der Siegener-Zeitung noch einen kleinen Weg geschoben. Der Schnee war schwer und nass. Bis heute früh hatte sich diese Pampe in einen ekligen Eispanzer verwandelt und so musste auch mein persönlicher erster Streusalzeinsatz geleistet werden. In dieser Woche sieht mein Bielplan eine lockere erholsame Woche mit 3 Einheiten zu je 9 – 12 km vor. Für heute habe ich eine kleine Runde bis nach Wilnsdorf bis zum Wendepunkt bei der Evangelischen Kirche geplant. Mal gespannt, ob mir dabei auch einige Nikoläuse über den Weg laufen.