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Montag, 25. Juni 2012

Pfannenberger Aussichtsturm – back to the roots

Am 19.02.2011 fiel auf dieser Strecke meine Entscheidung, 2012 in Biel an den Start zu gehen. Für mich also ein Ort mit entsprechendem Symbolcharakter ;-)

Samstagabend lockte mich die strahlende Sonne doch nochmals vor die Türe, um mir ein wenig die Beine zu vertreten. Eine kleine knackige 10km Runde führte mich von 361m auf knapp 500m Höhe auf die Plattform des Pfannenberger Aussichtsturmes. Insgesamt gab es auf dieser Strecke 271 m Höhenunterschied zu überwinden. Bedingt durch einen schnellen, bergab gelaufenen letzten Kilometer in 4:19min kam ich so doch noch auf einen Gesamtschnitt von 5:58min. Da es auf der erste Streckenhälfte tendenziell eher nur bergauf geht, ist dies schon eher eine "Quäl mich-Strecke". Bei meinen letzten beiden Anläufen hatte ich oben auf dem Turm angekommen, so gut wie keine Sicht. Heute sah es dagegen wesentlich besser aus. Da man (unerlaubter Weise) auch mit dem Auto den Turm anfahren kann, haben sich zwei Pappnasen das Essen und die entsprechende, nicht zu überhörende musikalische Untermalung gleich mitgebracht. 
Da läuft man vermeintlich der technischen Zivilisation davon, aber entkommt ihr dennoch nicht.

Ein vom letzten Besuch bekanntes, geniales Graffiti hat nichts an Aussagekraft verloren, eher im Gegenteil: (vielleicht sollte man sich dies für die beiden Brotzeit-Jungs ebenfalls wünschen)
Aussicht:
 
 
Weitere Impressionen:

(Datum der Aufnahme: 23.06.2012. Steht das Schild "noch" oder "schon"?)
(Einmal im Jahr schmücken unvorstellbar viele Radfahren/innen aus Siegen und Umgebung  die für den PKW/LKW-Verkehr gesperrten Straßen. An allen anderen Tagen des Jahres wird das Fahrrad  als alternatives Fortbewegungsmittel für Kleineinkäufe, Besuche oder auf dem Weg zu Arbeit an den anderen Tagen im Jahr leider wesentlich weniger genutzt. Warum eigentlich?)

Strecke:
Höhenprofil:

Montag, 5. März 2012

Pfannenberger Aussichtsturm ...


... und "Gebt Nazis Kondome"

Samstagmorgen bin ich nach langer Zeit nochmals zu dem "Pfannenberger Aussichtsturm" gelaufen. Am Sa 19.02.2011 habe ich auf derselben Strecke den Entschluss gefasst, 2012 in Biel an den Start zu gehen. Den Gedanken an diese 100km habe ich zwar schon länger mit mir getragen. Aber konkret wurde dieser Entschluss an diesem besagten Samstag, fast genau vor einem Jahr.

Schon damals führte mich der Weg zu diesem Aussichtsturm über einen trailähnlichen, dezent ansteigenden, ausgewaschenen Pfad. Immer wenn ich diesen Pfad auch in Verbindung mit anderen Strecken laufe, muss ich an die Laufberichte über den "Ho-Chi-Minh"-Pfad (Emmendamm) denken. Ok, "mein" Pfad ist mit knapp 1 km Länge deutlich kürzer. Außerdem bin ich ihn auch noch nie mitten in der Nacht gelaufen.

Impressionen von meinem „kleinen“ Ho-Chi-Minh-Trainingspfad:
 
 
 
 
Auch diese Strecke führt weitestgehend durch unser schönes, waldreiches Siegerland:
 
 

Einheimischen ist die "Schränke", als Einkehrmöglichkeit und auch als Ortsbezeichnung auf dem Weg zum "Pfannenberger Aussichtsturm" ein fester Begriff. Die "Schränke" liegt auf ca. 394m Höhe. Ich erreiche diesen Streckenpunkt nach knapp 4,5 Kilometer. 
Der Aussichtsturm liegt nochmals über 100m höher. Diese letzten 100m Höhenunterschied gilt es auf den nächsten knapp 2 Kilometer zu überwinden.
 
 
Oben erreicht man als Dank eine Aussichtsplattform, von der man bei entsprechendem Wetter eine tolle Fernsicht hat. Aber ähnlich zur "Tiefenrother Höhe" letzten Sonntag ist meine Sicht auch hier auf ein paar Dutzende Meter beschränkt.
 
 
 
Das macht nichts, denn schließlich bin ich ja nicht zum Spaß hier !! ;-)

Entschädigt werde ich auf der Plattform jedoch mit einer gelungenen, geistreichen Aufforderung:
„Gebt Nazis Kondome“:
Der Rückweg ist gemessen an dem Aufstieg das reinste Zuckerschlecken.
 
 
Das war mein letzter Lauf mit meiner "Garmin FR 310XT". Laut DHL-Sendungsbericht  müsste heute Vormittag mein neuer Begleiter mit der Post eintreffen. Meine Frau freut sich bereits darauf, ihre Läufe jetzt mit der "FR 310 XT" aufzuzeichnen und auszuwerten.

Mein letzter "Reset":
Strecke: 
Höhenprofil:
 

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Nicht vergessen: Morgen "GehDenken" in Siegen

"Am Freitag, 16. Dezember 2011, jährt sich zum 67. Mal der Tag, an dem die Stadt Siegen durch einen alliierten Bombenangriff schwer zerstört wurde. Bei dem nur siebenminütigen Angriff verloren 350 Menschen ihr Leben und die Stadt wurde zu 80 Prozent zerstört. Dieser Tag bleibt für die Bürgerinnen und Bürger Siegens ein Gedenktag, ein Tag der Trauer um die Menschen, die starben.
Auch in diesem Jahr wird der Bürgermeister der Stadt Siegen daher zur Erinnerung an den 16. Dezember 1944 am Mahnmal für die Opfer des Krieges und der Gewalt im Dicken Turm des Unteren Schlosses einen Kranz niederlegen. Die Zeremonie beginnt um 15.00 Uhr.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, mit ihrer Teilnahme an der Gedenkfeier die Toten zu ehren und durch ihre Anwesenheit die Mahnung und Hoffnung auszudrücken: Ein solcher Tag darf sich nicht wiederholen! "

Programm:
 Quelle: Stadt Siegen

Mittwoch, 7. Dezember 2011

GehDenken – 16.12.2011

Siegen wurde am 16.12.1944 massiv von der Luftwaffe der Alliierten angegriffen und große Teile der Stadt wurden durch den schweren Bombeneinsatz zerstört. 
An diesem Jahrestag der Zerstörung wurde in Siegen schon immer durch eine Kranzniederlegung an die durch diesen Angriff Getöteten gedacht.

GehDenken – 16.12.2008

Im Jahre 2008 wollte jedoch die NPD mit Unterstützung von regionalen und überregionalen Neonazi-Gruppen diesen Tag für ihr krudes Gedankengut nutzen und instrumentalisieren. Ihre angemeldete Demonstration wurde genehmigt.

Aus Protest und als ein Zeichen für gelebte Demokratie schlossen sich alle demokratischen Parteien Siegens, Kirchen, Gewerkschaften, Jugendorganisationen und viele Privatpersonen zu einer Gegenveranstaltung zusammen und haben diesem volksverhetzenden Sumpf sehr deutliche Grenzen aufgezeigt.  

Es war für Siegen sehr wichtig dieser wiedererstarkten Nazibewegung eine sehr deutliche Antwort auf ihre versuchte Vereinnahmung eines Tages zu nehmen, der für Siegen eine sehr große Bedeutung hat. Mit über 3000 Menschen sind dem spontan gegründeten Bündniss "Siegen für Demokratie" viele Menschen gefolgt. Damit haben wir es damals nicht zugelassen, dass Rechtextreme ohne Widerspruch durch unsere Stadt marschieren. Es darf nicht sein, dass dieses kranke Gedankengut eines nationalsozialistischen Terrorregimes, was zu der Bombardierung unserer Stadt vor 64 Jahren geführt hat, ohne deutliche Reaktion einer aufgeklärten Bevölkerung erneut versucht mit dumpfen Parolen in Siegen Platz einzunehmen.

Auszug aus den Reden vom 16.12.2008:

"Viele Siegenerinnen und Siegener gedenken am 16. Dezember 2008 der Opfer der Bombardierung vor 64 Jahren. Unsere Stadt wurde als Folge des vom nationalsozialistischen Terrorregime verursachten verbrecherischen Krieges zerstört. Viele unschuldige Menschen fanden den Tod. An die Opfer werden wir in friedlicher und würdevoller Weise erinnern. Heute marschieren wieder Anhänger der nationalsozialistischen Ideologie, drängen in die Parlamente, ergreifen "die Worte" und besetzen den öffentlichen Raum. Sie machen kein Geheimnis daraus, dass sie wieder genau so handeln würden wie damals. Die Abschaffung der Demokratie und die Demontage der Bürger- und Menschenrechte ist ihr erklärtes Ziel.

Siegen für Demokratie:
Das werden wir nicht hinnehmen! Deshalb gehen wir auf unsere Straßen und Plätze, in unsere Kirche und in unser Theater und treten für eine starke und wehrhafte Demokratie als Grundpfeiler unseres Zusammenlebens ein! Gegen Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit!"

Bürgermeister Steffan Mues:
"Wir überlassen euch nicht die Straßen der Stadt, und wir überlassen euch nicht die Deutung unserer Geschichte."

GehDenken – 16.12.2011

Am 16.12.2011 ist es wieder so weit. Der Tag des Gehdenkens und des GehDenkens wird wieder von dem „Siegener Bündnis für Demokratie“ genutzt, um an diese schrecklichen Minuten in der Siegener Kriegsgeschichte zu erinnern. Dies geschieht jedoch immer vor dem Hintergrund, dass der Auslöser genau diese menschenverachtenden Parolen sind die von der NPD und ihren Unterstützern aus der Neonaziszene immer noch genutzt werden,

Der Aufruf zum GehDenken am Freitag 16.12.2011:
Daher: