... und ein paar Stunden:
Quelle: Bieler Lauftage
Werner Sonntag: "Irgendwann musst Du nach Biel." ------ Korrektur vom 09.06.2012: "Irgendwann warst du in Biel."
Montag, 21. November 2011
2. Trainingswoche 14.11.11 – 20.11.2011
Mit einem Abend-, einem Mittag- und einem Morgenlauf war diese
zurückliegende Woche sowohl licht- als auch streckentechnisch absolut
abwechslungsreich. Am Samstag habe ich nochmals einen Teil des Wilnsdorfer Grubenweges oberhalb
des Landeskroner Weiher in den Lauf mit aufgenommen. Diese Passage ist sowohl
auf dem Hin- und auf dem Rückweg mit insgesamt knapp 5 Kilometer für Siegerländer
Verhältnisse absolut „strack“ (eben, ohne Steigung und Gefälle).
Auf diesem Abschnitt kann man auch einmal etwas schnellere
Kilometereinheiten laufen ohne den Puls in ungesunde Höhen zu treiben. Auch das
von Wigald Boning zelebrierte „vor sich hin drömmeln“ ist hier möglich.
Abschnitt Grubenweg:
Quelle: Google Earth
Kein Regen, keine Minustemperaturen und sogar ein Sonnenlauf am Samstag
sorgten insgesamt für ein absolut angenehmes Laufwetter.
Meine neue Laufjacke
von Gore Running Wear „Air GT AS“ hat sich bisher sehr gut bewährt. Sie bietet ein angenehmes Laufklima
und ist durch den Slim-Fit-Schnitt sehr gut zu tragen. Auch ein Regenlauf vor
einigen Wochen hat sie locker weggesteckt. Durch ihr geringes Eigengewicht
bietet sie wirklich einen tollen Tragekomfort, gespickt mit allen Funktionen, die
man sich als Läufer wünscht:
dauerhaft wasserdicht und winddicht
extrem atmungsaktiv
leicht
Quelle:
Gore Running Wear – Air GT AS
Übersicht Trainingswoche 14.11.2011 - 20.11.2011:
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Siegerland,
Trainingswoche Biel
Donnerstag, 17. November 2011
Rücksichtslose Autofahrer
Nach zwei Tagen der bewussten, erkältungsbedingt verordneten Ruhe hat es
schon ein wenig in den Füßen gekribbelt. Es kam sogar schon sowas wie ein
schlechtes Gefühl dazu, den Plan der Woche nicht einhalten zu können. In
solchen Augenblicken sollte man sich schon mal selbst ganz fest auf die Füße
treten, denn schließlich soll nicht nur der Lauf in Biel Spaß machen, sondern
auch das Training auf dem Weg dahin. Diesen Plan werde ich schon mit einem
gewissen Maß an Konsequenz verfolgen, aber er darf nicht als unumstößliches
Dogma das Leben um den Lauf herum ausblenden und zum Krampf werden. Klingt doch
eigentlich ziemlich vernünftig, sachlich und nachvollziehbar. Aber manchmal
spielt halt der Kopf die Geige ein wenig anders. Schluss mit dem Gefasel
;-) .... Gestern Abend ging also wieder los. 17:15
Uhr, trocken, 0 Grad Celsius, geplant 10km als Wiedereinstieg, das zu den unumstößlichen
äußeren Parameter. Das letzte verbliebene Lux an Helligkeit begleitet mich auf
den ersten Metern der Strecke von Rinsdorf nach Wilnsdorf. Die Strecke führt
mich über die L907, Industriegebiet Lehnscheid nach Wilnsdorf. Für diesen
Streckenabschnitt hat die Gemeinde Wilnsdorf einen Bürgerradweg geplant, der
dem kompletten nichtmotorisierten Langsamverkehr die Chance eröffnen soll,
komplett abseits der Landstraße L907, gefahrlos nach Wilnsdorf zu gelangen. Ich
freue mich als Radfahrer und Läufer gleichermaßen auf seine Fertigstellung.
Aber soweit ist es leider noch nicht und
der Kilometer vom Ortsausgang Rinsdorf zum Industriegebiet Lehnscheid
(Spedition Kopfer) führt genau an dieser Straße entlang. Dieser Abschnitt ist
zwar schon auf 70km/h reglementiert, aber auch ein LKW, Linienbus oder auch
PKW, 70km/h fahrend, wird zu einer Bedrohung, falls er mit knapp 50cm Abstand
an mir vorbeifährt. In der Dunkelheit trage ich grundsätzlich eine helle
Laufjacke über die ich eine Reflektionsweste von Asics trage. Die Laufhose
verfügt ebenfalls über Reflex Prints. Ich laufe auf der linke Seite dem Verkehr
entgegen. Außerdem trage ich eine „eingeschaltete Kopflampe“ (LED Lenser H7R) ,
die ich, um den Verkehr nicht zu blenden, nach unten auf den linken Seitenstreifen,
jenseits der Fahrbahn gerichtet habe. Tja, so verhalte ich mich als Läufer auf
diesem Kilometer. Also gesehen werde ich auf jeden Fall. An meinen passiven
Sicherheitsmaßnahmen kann es also nicht liegen, das gut 50% der Autofahrer Jagd
auf mich machen, und auch ohne Gegenverkehr keinen Sicherheitsabstand
einhalten, sondern ungeachtet meinerseits nahe dem Markierungsstreifen folgend,
ihre Fahrt weiterführen. Selbst das extrem blendende Fernlicht wird nicht
einmal von der Hälfte der Autofahrer ausgeschaltet. In solchen Augenblicken frage
ich mich immer wieder was wohl in der „Hirse“ dieser Menschen abgeht. Scheinbar
sind sie noch nie in einer ähnlich vergleichbaren Situation als Fußgänger
unterwegs gewesen. Ich wähle für mich immer die sicherer Variante und laufe
noch weiter außen, als es auf eine Provokation ankommen zu lassen. Schade, das Miteinander
könnte so einfach sein. Aber die Verrohung und Gleichgültigkeit anderen
Menschen gegenüber findet scheinbar auf der Straße eine sehr große Spielweise. Traurig aber wahr ...
Besagter Streckenabschnitt, Quelle: Google Maps
Zurück zum Lauf. Die dann tatsächlich gelaufenen 12 Kilometer führten mich
entlang des Friedhofes in Wilnsdorf bis kurz vor den Wielandshof und
anschließend wieder zurück nach Rinsdorf. Insgesamt war es ein schönes
Abendläufchen mit einem moderaten Minutenschnitt von 5:34 pro Kilometer.
Mittwoch, 16. November 2011
Zwischenbilanz 2. Trainingswoche - Erkältung
Gemessen an den Lauf-Umfängen
im vergangenen Sommer, war die 1.Trainingswoche wirklich ein lockeres
Einlaufen. Schlagartig habe ich die Quittung für diese Überheblichkeit
bekommen. Seit Sonntagabend hängt mir eine leichte Erkältung in den Knochen. Andeutungsweise
aufkommende Halzschmerzen verbunden mit einem unterschwelligen schlappen Gefühl
.... kurz gesagt: Alles Sch.... Daher habe ich es bis jetzt nicht riskiert
wieder ins Training einzusteigen. Sicher ist sicher. Aber heute Abend werde ich
mich wieder ganz locker auf meine Winterzeit-Abendrunde begeben. Mit meiner
Stirnlampe bewaffnet, laufe ich zuerst knapp 2 Kilometer von Rinsdorf der
Landstraße entlang Richtung Wilnsdorf, um dann durch das Industriegebiet „Lehnscheid“
dem Straßenverkehr weitestgehend zu entkommen. In Wilnsdorf selbst habe ich
dann diverse Möglichkeiten die Strecke auszudehnen. Zurück gibt es auch mehrere
Alternativen. Neben dem Rückweg auf der selben Teer-Strecke, bietet sich auch
eine Variante über den Höhenweg durch den stockfinsteren Wald an. Dies klingt
nicht nur spannend, das ist es auch. Schon mehrfach reflektierten in absoluter
Dunkelheit plötzlich Augenpaare nicht identifizierbarer Tierspezies, offensichtlich
im Dickicht überrascht, das LED-Licht meiner Stirnlampe. Geräusche, die bei
Tageslicht als selbstverständlich abgetan werden, bergen in der Finsternis doch
ein ganz anderes Schockpotential. Mann oder Memme? Das ist in solchen
Situationen nicht immer leicht und spontan zu beantworten.
= ?!
Der reibungslose Austausch wurde übrigens über den Technikversand "voelkner" abgewickelt.
Vielen Dank dafür !!!
Produktfoto Quelle Zweibrüder:
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Montag, 14. November 2011
1. Trainingswoche 07.11.11 – 13.11.11
Ich habe mir schon vor geraumer Zeit die Trainingspläne von Constanze,
Rainer und Walter auf www.laufreport.de
angeschaut. Da es meine erste Teilnahme in Biel ist, habe ich mir auch als
erklärtes Ziel „ANKOMMEN“ gesetzt. Gemessen an einer realistischen Marathonzeit
habe ich mich in deren Trainingsplänen irgendwo zwischen 11 und 12 Stunden
wiedergefunden. Darauf aufbauend habe ich mir einen Plan für 31 Wochen
Vorbereitungszeit gesteckt. Die erste Woche liegt nun bereits hinter mir. Zum
Training gehörten 3 Laufeinheiten kombiniert mit 2 Radfahrten zur Arbeit.
Kaltes aber trockenes Wetter ermöglichten mir einen schönen Start auf dem Weg
nach Biel.
Vielen Dank an Constanze, Rainer und Walter für Ihre Arbeit !!!
Carpe Noctem – „Genieße / Nutze die Nacht“
Nach dem Marathon in Berlin habe ich mein Training in einem reduzierten
Umfang fortgesetzt. Auch die Fahrten mit dem Rad zur Arbeit habe ich als
Alternative wieder in meinen Trainingsplan aufgenommen. Biel 2012 nimmt langsam
Konturen an. Ich muss zugeben, auch die ersten leichten Zweifel haben sich
eingestellt. Daher habe ich auch wieder begonnen, die Erfahrungen anderer Biel-Läufer/innen
zu lesn. Dabei bin ich auch auf die Seite von „Heiko – Der Schlussläufer“ http://www.schlusslaeufer.de/
gestoßen. Die lateinische Redewendung „Carpe Diem“ ist ja hinreichend bekannt
und steht als Synonym dafür, die einem geschenkte Zeit zu genießen und nicht
sinnlos zu vertun. Parallel dazu habe ich auf seinem Biel-T-Shirt die Aussage
„Carpe Noctem“ gelesen.
Nutze die Nacht.“ – Diese
Redewendung gesellte sich im Laufe der Zeit zu der erstgenannten und doch bekannteren
hinzu. Hierbei wurden oft die Berufe der Müller, Bäcker und Bauern angesprochen
deren Arbeitsbeginn meist schon in den sehr frühen Morgenstunden beginnt.
Als Teilnehmer in Biel
verschlägt es die Läufer tatsächlich in die Schaffenszeit der Berufstätigen,
die ihrem Job zu einer Uhrzeit nachgehen, in der die allermeisten Menschen schlafen.
Die
Bieler-Nacht sorgt nun dazu, dass knapp 1500 Läufer/innen für einen
kurzen Moment ebenfalls mit dazugehören.
„Carpe Noctem“ ... genau das sollte man in der Nacht von 8. Zum 9.Juni 2011
tun. „Nutzen“ und in einem viel größeren Maße auch „genießen“. Diese Teilnahme
sprengt die Vorstellungskraft fast aller Menschen. „Bist du dir sicher?“ „Ob
das gut geht...“ „Hast du dir das wirklich gründlich überlegt...“ „Ich könnte
das ja überhaupt nicht.“ „Siehst du denn da auch genug?“ „Ist Marathon denn
nicht schon lang genug?“.... „100km musst du komplett an einem Stück laufen?“
„Warum denn auch noch in der Nacht laufen?“ ... Diese Motivationshilfen reißen
nicht ab und man muss schon ein wenig aufpassen, sich diese nicht zu eigen zu machen.
Zwar wischt man diese Zweifel und Unsicherheiten anfangs noch locker vom Tisch,
aber sind es nicht genau die Aussagen, die einem, wenn man ehrlich ist, nicht
auch sofort einfallen, wenn man an diese Laufveranstaltung in der Schweiz
denkt. Mir geht es momentan tatsächlich so.
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Mittwoch, 5. Oktober 2011
Berlin ist Vergangenheit – Nach dem Lauf ist vor dem Lauf
Bei strahlendem Sonnenschein sind wir am 25.09.2011 unseren 1.Berlin-Marathon
gelaufen. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis. Wir haben unseren Lauf durch
die Stadt, unterstützt von einem fantastischen Publikum wirklich genossen. Auch
wenn bereits viele Passagen unterwegs für Gänsehautfeeling sorgten, so haben
die letzten Meter „Unter den Linden – Brandenburger Tor“ eine ganz besondere
Wirkung auf alle Läufer. Alle Strapazen, alle Probleme unterwegs sind
schlagartig vergessen, wenn man diese besonders geschichtsträchtigen Meter
Richtung Ziel läuft.
Im Ziel angekommen begrüßte uns der Hauptsponser mit einer ganz besonderen
Motivationsspritze:
Zurück zum Start:
Nach dem Startschuss um 9:00Uhr war die Spannung in unserem Startblock noch recht gelassen. Das sollte sich erst 20 Minuten später ändern.
Auch unterwegs, bei Kilometer 5 - 6, sorgte "BMW" weiterhin für gute Laune:
Auch wenn wir uns nicht immer als solche gefühlt haben, so war jedoch der Sponser "Erdinger" immer der felsenfesten Überzeugung:
Unsere persönliche Zielzeit war zwar nicht weltrekordverdächtig, aber geftreut haben wir uns auch über die eine Minute, die wir uns verbessert haben.
Sofort nach dem Zieleinlauf haben wir unsere Speicher mit einem alkoholfreien Erdinger und einigen Becher
PowerBar aufgefüllt.
Belohnt haben wir uns mit einer anschließenden Urlaubswoche in Berlin. Darin inbegriffen war natürlich auch eine radikale Wende in der Auswahl der Getränke und Gerichte. Aber das hatten wir uns nach den letzten Vorbereitungswochen wirklich verdient, auch ungeachtet der Aufgaben die in naher Zukunft noch vor mir liegen.
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