Montag, 21. November 2011

Noch 200 Tage ...

... und ein paar Stunden:
 Quelle: Bieler Lauftage

2. Trainingswoche 14.11.11 – 20.11.2011


Mit einem Abend-, einem Mittag- und einem Morgenlauf war diese zurückliegende Woche sowohl licht- als auch streckentechnisch absolut abwechslungsreich. Am Samstag habe ich nochmals einen Teil des Wilnsdorfer Grubenweges oberhalb des Landeskroner Weiher in den Lauf mit aufgenommen. Diese Passage ist sowohl auf dem Hin- und auf dem Rückweg mit insgesamt knapp 5 Kilometer für Siegerländer Verhältnisse absolut „strack“ (eben, ohne Steigung und Gefälle).
Auf diesem Abschnitt kann man auch einmal etwas schnellere Kilometereinheiten laufen ohne den Puls in ungesunde Höhen zu treiben. Auch das von Wigald Boning zelebrierte „vor sich hin drömmeln“ ist hier möglich. 

Abschnitt Grubenweg:

Quelle: Google Earth
Die Laufstreckendarstellung erfolgte mit den exportierten kml-Daten aus Garmin Connect.


Kein Regen, keine Minustemperaturen und sogar ein Sonnenlauf am Samstag sorgten insgesamt für ein absolut angenehmes Laufwetter. 

Meine neue Laufjacke von Gore Running Wear „Air GT AS“ hat sich bisher sehr gut bewährt. Sie bietet ein angenehmes Laufklima und ist durch den Slim-Fit-Schnitt sehr gut zu tragen. Auch ein Regenlauf vor einigen Wochen hat sie locker weggesteckt. Durch ihr geringes Eigengewicht bietet sie wirklich einen tollen Tragekomfort, gespickt mit allen Funktionen, die man sich als Läufer wünscht:

dauerhaft wasserdicht und winddicht

extrem atmungsaktiv
leicht

Übersicht Trainingswoche 14.11.2011 - 20.11.2011:

Donnerstag, 17. November 2011

Rücksichtslose Autofahrer


Nach zwei Tagen der bewussten, erkältungsbedingt verordneten Ruhe hat es schon ein wenig in den Füßen gekribbelt. Es kam sogar schon sowas wie ein schlechtes Gefühl dazu, den Plan der Woche nicht einhalten zu können. In solchen Augenblicken sollte man sich schon mal selbst ganz fest auf die Füße treten, denn schließlich soll nicht nur der Lauf in Biel Spaß machen, sondern auch das Training auf dem Weg dahin. Diesen Plan werde ich schon mit einem gewissen Maß an Konsequenz verfolgen, aber er darf nicht als unumstößliches Dogma das Leben um den Lauf herum ausblenden und zum Krampf werden. Klingt doch eigentlich ziemlich vernünftig, sachlich und nachvollziehbar. Aber manchmal spielt halt der Kopf die Geige ein wenig anders. Schluss mit dem Gefasel ;-)   ....   Gestern Abend ging also wieder los. 17:15 Uhr, trocken, 0 Grad Celsius, geplant 10km als Wiedereinstieg, das zu den unumstößlichen äußeren Parameter. Das letzte verbliebene Lux an Helligkeit begleitet mich auf den ersten Metern der Strecke von Rinsdorf nach Wilnsdorf. Die Strecke führt mich über die L907, Industriegebiet Lehnscheid nach Wilnsdorf. Für diesen Streckenabschnitt hat die Gemeinde Wilnsdorf einen Bürgerradweg geplant, der dem kompletten nichtmotorisierten Langsamverkehr die Chance eröffnen soll, komplett abseits der Landstraße L907, gefahrlos nach Wilnsdorf zu gelangen. Ich freue mich als Radfahrer und Läufer gleichermaßen auf seine Fertigstellung. Aber soweit ist es leider noch  nicht und der Kilometer vom Ortsausgang Rinsdorf zum Industriegebiet Lehnscheid (Spedition Kopfer) führt genau an dieser Straße entlang. Dieser Abschnitt ist zwar schon auf 70km/h reglementiert, aber auch ein LKW, Linienbus oder auch PKW, 70km/h fahrend, wird zu einer Bedrohung, falls er mit knapp 50cm Abstand an mir vorbeifährt. In der Dunkelheit trage ich grundsätzlich eine helle Laufjacke über die ich eine Reflektionsweste von Asics trage. Die Laufhose verfügt ebenfalls über Reflex Prints. Ich laufe auf der linke Seite dem Verkehr entgegen. Außerdem trage ich eine „eingeschaltete Kopflampe“ (LED Lenser H7R) , die ich, um den Verkehr nicht zu blenden, nach unten auf den linken Seitenstreifen, jenseits der Fahrbahn gerichtet habe. Tja, so verhalte ich mich als Läufer auf diesem Kilometer. Also gesehen werde ich auf jeden Fall. An meinen passiven Sicherheitsmaßnahmen kann es also nicht liegen, das gut 50% der Autofahrer Jagd auf mich machen, und auch ohne Gegenverkehr keinen Sicherheitsabstand einhalten, sondern ungeachtet meinerseits nahe dem Markierungsstreifen folgend, ihre Fahrt weiterführen. Selbst das extrem blendende Fernlicht wird nicht einmal von der Hälfte der Autofahrer ausgeschaltet. In solchen Augenblicken frage ich mich immer wieder was wohl in der „Hirse“ dieser Menschen abgeht. Scheinbar sind sie noch nie in einer ähnlich vergleichbaren Situation als Fußgänger unterwegs gewesen. Ich wähle für mich immer die sicherer Variante und laufe noch weiter außen, als es auf eine Provokation ankommen zu lassen. Schade, das Miteinander könnte so einfach sein. Aber die Verrohung und Gleichgültigkeit anderen Menschen gegenüber findet scheinbar auf der Straße eine sehr  große Spielweise. Traurig aber wahr ...

Besagter Streckenabschnitt, Quelle: Google Maps






Zurück zum Lauf. Die dann tatsächlich gelaufenen 12 Kilometer führten mich entlang des Friedhofes in Wilnsdorf bis kurz vor den Wielandshof und anschließend wieder zurück nach Rinsdorf. Insgesamt war es ein schönes Abendläufchen mit einem moderaten Minutenschnitt von 5:34 pro Kilometer.

Mittwoch, 16. November 2011

Zwischenbilanz 2. Trainingswoche - Erkältung


Gemessen an den Lauf-Umfängen im vergangenen Sommer, war die 1.Trainingswoche wirklich ein lockeres Einlaufen. Schlagartig habe ich die Quittung für diese Überheblichkeit bekommen. Seit Sonntagabend hängt mir eine leichte Erkältung in den Knochen. Andeutungsweise aufkommende Halzschmerzen verbunden mit einem unterschwelligen schlappen Gefühl .... kurz gesagt: Alles Sch.... Daher habe ich es bis jetzt nicht riskiert wieder ins Training einzusteigen. Sicher ist sicher. Aber heute Abend werde ich mich wieder ganz locker auf meine Winterzeit-Abendrunde begeben. Mit meiner Stirnlampe bewaffnet, laufe ich zuerst knapp 2 Kilometer von Rinsdorf der Landstraße entlang Richtung Wilnsdorf, um dann durch das Industriegebiet „Lehnscheid“ dem Straßenverkehr weitestgehend zu entkommen. In Wilnsdorf selbst habe ich dann diverse Möglichkeiten die Strecke auszudehnen. Zurück gibt es auch mehrere Alternativen. Neben dem Rückweg auf der selben Teer-Strecke, bietet sich auch eine Variante über den Höhenweg durch den stockfinsteren Wald an. Dies klingt nicht nur spannend, das ist es auch. Schon mehrfach reflektierten in absoluter Dunkelheit plötzlich Augenpaare nicht identifizierbarer Tierspezies, offensichtlich im Dickicht überrascht, das LED-Licht meiner Stirnlampe. Geräusche, die bei Tageslicht als selbstverständlich abgetan werden, bergen in der Finsternis doch ein ganz anderes Schockpotential. Mann oder Memme? Das ist in solchen Situationen nicht immer leicht und spontan zu beantworten.


= ?!

 
Nach einem leichten Problem mit meiner ersten LED Lenser H7R aus dem Haus "zweibrüder" habe ich nach über einem Jahr später ein neues Modell aus der aktuellen Fertigung erhalten. Da sich selbst bei leichten Auf- und Abbewegungen während des Laufens, der Lampenkopf aus seinem von mir gewählten Neigungsraster verstellte, habe ich mich an den Hersteller gewandt. Der Tausch ging ruck zuck über die Bühne. Bei dem jetzigen Modell ist dieses Problem behoben. Die Raster halten den Lampenkopf wesentlich stabiler in der gewählten Einstellung. Außerdem ist das Spannungskabel deutlich bruchsicherer verlegt worden. Vielen Dank an die Firma "zweibrüder" für dieses Kulanzverhalten. 
Der reibungslose Austausch wurde übrigens über den Technikversand "voelkner" abgewickelt. 

Vielen Dank dafür !!!

Produktfoto Quelle Zweibrüder:



Montag, 14. November 2011

1. Trainingswoche 07.11.11 – 13.11.11


Ich habe mir schon vor geraumer Zeit die Trainingspläne von Constanze, Rainer und Walter auf www.laufreport.de angeschaut. Da es meine erste Teilnahme in Biel ist, habe ich mir auch als erklärtes Ziel „ANKOMMEN“ gesetzt. Gemessen an einer realistischen Marathonzeit habe ich mich in deren Trainingsplänen irgendwo zwischen 11 und 12 Stunden wiedergefunden. Darauf aufbauend habe ich mir einen Plan für 31 Wochen Vorbereitungszeit gesteckt. Die erste Woche liegt nun bereits hinter mir. Zum Training gehörten 3 Laufeinheiten kombiniert mit 2 Radfahrten zur Arbeit. Kaltes aber trockenes Wetter ermöglichten mir einen schönen Start auf dem Weg nach Biel.



Vielen Dank an Constanze, Rainer und Walter für Ihre Arbeit !!!

Carpe Noctem – „Genieße / Nutze die Nacht“


Nach dem Marathon in Berlin habe ich mein Training in einem reduzierten Umfang fortgesetzt. Auch die Fahrten mit dem Rad zur Arbeit habe ich als Alternative wieder in meinen Trainingsplan aufgenommen. Biel 2012 nimmt langsam Konturen an. Ich muss zugeben, auch die ersten leichten Zweifel haben sich eingestellt. Daher habe ich auch wieder begonnen, die Erfahrungen anderer Biel-Läufer/innen zu lesn. Dabei bin ich auch auf die Seite von „Heiko – Der Schlussläufer“ http://www.schlusslaeufer.de/ gestoßen. Die lateinische Redewendung „Carpe Diem“ ist ja hinreichend bekannt und steht als Synonym dafür, die einem geschenkte Zeit zu genießen und nicht sinnlos zu vertun. Parallel dazu habe ich auf seinem Biel-T-Shirt die Aussage „Carpe Noctem“ gelesen.
Nutze die Nacht.“ – Diese Redewendung gesellte sich im Laufe der Zeit zu der erstgenannten und doch bekannteren hinzu. Hierbei wurden oft die Berufe der Müller, Bäcker und Bauern angesprochen deren Arbeitsbeginn meist schon in den sehr frühen Morgenstunden beginnt.


Als Teilnehmer in Biel verschlägt es die Läufer tatsächlich in die Schaffenszeit der Berufstätigen, die ihrem Job zu einer Uhrzeit nachgehen, in der die allermeisten Menschen schlafen. 
Die Bieler-Nacht sorgt nun dazu, dass knapp 1500 Läufer/innen für einen kurzen Moment ebenfalls mit dazugehören. 

„Carpe Noctem“ ... genau das sollte man in der Nacht von 8. Zum 9.Juni 2011 tun. „Nutzen“ und in einem viel größeren Maße auch „genießen“. Diese Teilnahme sprengt die Vorstellungskraft fast aller Menschen. „Bist du dir sicher?“ „Ob das gut geht...“ „Hast du dir das wirklich gründlich überlegt...“ „Ich könnte das ja überhaupt nicht.“ „Siehst du denn da auch genug?“ „Ist Marathon denn nicht schon lang genug?“.... „100km musst du komplett an einem Stück laufen?“ „Warum denn auch noch in der Nacht laufen?“ ... Diese Motivationshilfen reißen nicht ab und man muss schon ein wenig aufpassen, sich diese nicht zu eigen zu machen. Zwar wischt man diese Zweifel und Unsicherheiten anfangs noch locker vom Tisch, aber sind es nicht genau die Aussagen, die einem, wenn man ehrlich ist, nicht auch sofort einfallen, wenn man an diese Laufveranstaltung in der Schweiz denkt. Mir geht es momentan tatsächlich so.
 
Also .... „Carpe Noctem“ .... und mit dem absolvierten Training die Grundlage für eine positive Grundstimmung aufbauen.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Berlin ist Vergangenheit – Nach dem Lauf ist vor dem Lauf


Bei strahlendem Sonnenschein sind wir am 25.09.2011 unseren 1.Berlin-Marathon gelaufen. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis. Wir haben unseren Lauf durch die Stadt, unterstützt von einem fantastischen Publikum wirklich genossen. Auch wenn bereits viele Passagen unterwegs für Gänsehautfeeling sorgten, so haben die letzten Meter „Unter den Linden – Brandenburger Tor“ eine ganz besondere Wirkung auf alle Läufer. Alle Strapazen, alle Probleme unterwegs sind schlagartig vergessen, wenn man diese besonders geschichtsträchtigen Meter Richtung Ziel läuft. 
 

Im Ziel angekommen begrüßte uns der Hauptsponser mit einer ganz besonderen Motivationsspritze:

Zurück zum Start:

Nach dem Startschuss um 9:00Uhr war die Spannung in unserem Startblock noch recht gelassen. Das sollte sich erst 20 Minuten später ändern.

Auch unterwegs, bei Kilometer 5 - 6, sorgte "BMW" weiterhin für gute Laune:

Auch wenn wir uns nicht immer als solche gefühlt haben, so war jedoch der Sponser "Erdinger" immer der felsenfesten Überzeugung:

Unsere persönliche Zielzeit war zwar nicht weltrekordverdächtig, aber geftreut haben wir uns auch über die eine Minute, die wir uns verbessert haben.
 
Sofort nach dem Zieleinlauf  haben wir unsere Speicher mit einem alkoholfreien Erdinger und einigen Becher 
PowerBar aufgefüllt.

Belohnt haben wir uns mit einer anschließenden Urlaubswoche in Berlin. Darin inbegriffen war natürlich auch eine radikale Wende in der Auswahl der Getränke und Gerichte. Aber das hatten wir uns nach den letzten Vorbereitungswochen wirklich verdient, auch ungeachtet der Aufgaben die in naher Zukunft noch vor mir liegen.