Dienstag, 31. Januar 2012

"Cooper" kommt - Es wird frostig im Siegerland

 

Quelle: Wetterstation Siegen, Meteomedia

Das sibirische Kältehoch „Cooper“ sorgt auch bei uns im Siegerland in dieser Woche für sehr winterliche Temperaturen. Für Außentermine ist es nun noch wichtiger die richtige Bekleidung zu tragen. Mit einem entsprechenden Mehrlagensystem und gedrosselter Leistung werde ich heute Abend in die 13. Trainingswoche starten. "Windstopper", "Climashield",  "GoreTex", "PolarTec",  "Fleece", "Buff", Funktionsunterwäsche, Laufhandschuhe und eine zusätzliche ¾ Lauftight werde ich den zu erwartenden Minustemperaturen entgegensetzen. Heute Abend soll es ja laut Wettervorhersage im Vergleich zum nahenden Wochenende noch nicht ganz so giftig kalt werden. Meine Tochter wird mich bei diesem „Cooper-Anpassungslauf“ erneut begleiten.

Jurik Müller, DWD in Leipzig:
"Wir haben es mit einem Winter der Extreme zu tun, erst Mittelmeerflair mit wochenlangen frostfreien Nächten und jetzt der abrupte Wechsel zu arktischen Verhältnissen. Eine derartige Wetterkonstellation kommt bei uns alle 20 bis 30 Jahre vor, letztmalig 1986 und 1956."

Trotzdem stellt das Laufen bei richtiger Bekleidung und der Einhaltung gewisser Regeln kein unlösbares Problem dar. Von Experten wird geraten, dass ab einer Temperatur von -15 Grad nur noch die kerngesunden Sportler das Laufen vor der Türe ausüben sollten. Denn ab dann wird es für den Körper immer schwerer die Außentemperatur entsprechend lungenfreundlich aufzuwärmen. Da bei diesen Bedingungen der gesamte Bewegungsapparat, incl. Sehnen und Gelenken schlechter durchblutet wird, sollte das Lauftempo deutlich gedrosselt werden.

 „7 Tipps für das Wintertraining:
 

1. Funktionskleidung tragen: Sie hält Feuchtigkeit von der Haut fern, man bleibt für die Dauer des Trainings trocken und warm.
2. Nicht zu viel anziehen: Gerade an den ersten Wintertagen neigt man dazu, sich besonders kuschlig warm einzupacken. Ein Fehler, denn die warme Kleidung ist rasch nass geschwitzt, was wiederum den Körper auskühlt. Es gilt: Wer zu Trainingsbeginn ein bisschen friert, ist genau richtig angezogen.
3. Kleidung dem Trainingsplan anpassen: Steht ein hartes Tempotraining an, ist weniger Kleidung nötig als bei einem ruhigen Dauerlauf. Wer unschlüssig ist, wie viel Kleidung er braucht, zieht beim Ein- und Auslaufen am besten eine Jacke über und bindet sie sich zwischendurch um die Hüfte.
4. Wenn die Sonne scheint: Sonnenbrille tragen. Läufer, die bei strahlendem Winterwetter trainieren, sollten ihre Augen vor der Sonne schützen, die im Schnee grell reflektieren kann.
5. Die richtigen Schuhe tragen: Wer im Winter viel durch Schnee und Schneematsch läuft, sollte über die Anschaffung von Trailrunning-Schuhen nachdenken. Die haben eine besonders profilierte Sohle, die auch auf rutschigem Geläuf halt gibt und sind wasserdicht.
6. Genügend trinken: Wer während dem Training viel schwitzt, sollte besonders im Winter darauf achten, sich mit ausreichend Wasser zu versorgen – auch wenn das Durstempfinden schwächer sein mag. Ernährungswissenschaftlerin Dr. Ute Gola rät, je nach Körpergröße, eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit am Tag zu trinken. Großen Menschen empfiehlt sie bis zu zweieinhalb Liter am Tag. Allerdings sollte die Getränke nicht zu kalt sein, sondern mindestens Zimmertemperatur haben.
7. Nach dem Training: Damit die Muskeln nicht verhärten, sollte man sein Trainingsprogramm mit mindestens einer Minute lockerem Auslaufen abschließen. Und dann heißt es: Ab ins Warme und rein in die trockenen Klamotten. Nach der Belastung durch den Lauf ist nämlich das Immunsystem besonders anfällig – das Risiko, sich zu erkälten, steigt.“


Quelle: Achim Achilles – Laufen im Winter

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen